MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Diskussion um die Erhöhung der Gaslimits auf der Ethereum-Blockchain hat in der Entwicklergemeinschaft für Aufsehen gesorgt. Während einige Entwickler die Vorteile einer Erhöhung der Gaslimits betonen, warnen andere vor den potenziellen Risiken für die Stabilität und Sicherheit des Netzwerks.
Die Ethereum-Community steht vor einer entscheidenden Debatte: Soll das Gaslimit auf dem Ethereum-Mainnet um bis zu 100 % erhöht werden? Das Gaslimit bestimmt die maximale Menge an Gas, die für Transaktionen in einem Ethereum-Block ausgegeben werden darf. Eine Gruppe von Entwicklern und Influencern befürwortet die Erhöhung, um die Kapazität des Netzwerks zu steigern und Innovationen zu fördern. Doch es gibt auch warnende Stimmen, die auf mögliche Risiken für die Stabilität und Sicherheit hinweisen.
Ein prominenter Befürworter der Erhöhung ist der Ethereum-Forscher Justin Drake, der in einem Beitrag auf X erklärte, seinen Validator auf ein Gaslimit von 36 Millionen konfigurieren zu wollen. Dies entspricht einer Erhöhung um 20 % gegenüber dem aktuellen Limit von 30 Millionen, während andere Entwickler sogar eine Erhöhung auf bis zu 60 Millionen fordern. Emmanuel Awosika, Kreativdirektor bei 2077 Collective, argumentiert, dass eine Erhöhung des Gaslimits Ethereum als Plattform für ambitionierte Entwickler attraktiver machen könnte.
Im Zentrum der Diskussion steht die Frage, ob das L1-Netzwerk skaliert werden sollte, um hochkarätige DeFi-Aktivitäten zu ermöglichen, oder ob solche Aktivitäten auf die L2-Lösungen von Ethereum verlagert werden sollten. Während viele Entwickler dem L2-zentrierten Fahrplan folgen, den Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin seit 2022 stark befürwortet, gibt es Stimmen, die eine stärkere Fokussierung auf das L1-Netzwerk fordern.
Der Krypto-Kommentator Evan Van Ness äußerte jedoch Bedenken, dass eine Erhöhung des Gaslimits um 100 % aufgrund der begrenzten Skalierbarkeit des L1-Netzwerks nicht praktikabel sei. Er warnt davor, dass eine Erhöhung des Gaslimits zwar kurzfristig Vorteile bringen könnte, aber letztlich die Nachfrage das Angebot übersteigen und die Transaktionskosten wieder in die Höhe treiben könnte.
Technische Herausforderungen bestehen insbesondere bei einem Gaslimit von über 40 Millionen. Toni Wahrstätter von der Ethereum Foundation wies darauf hin, dass die Konsensschicht des Netzwerks eine maximale unkomprimierte Blockgröße von 10 Mebibyte für eine effiziente Verbreitung im Netzwerk erzwingt. Eine Erhöhung auf 60 Millionen Gas pro Block könnte diese Grenze überschreiten und zu Ausbreitungsfehlern und Netzwerkinstabilität führen.
Die Debatte um die Gaslimits fällt in eine Zeit, in der der Ethereum-Entwickler Max Resnick seinen Wechsel zu Solana bekannt gab. Resnick kritisierte die starre Entwicklergemeinschaft und die mangelnde Bereitschaft, das L1-Netzwerk von Ethereum zu skalieren. Sein Abgang wird von einigen als Zeichen für einen intellektuellen Tiefpunkt für Ethereum gesehen.
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