FRANKFURT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der deutsche Aktienmarkt steht am Ende einer turbulenten Woche vor einem erneuten Versuch der Stabilisierung. Der DAX, der in den letzten Monaten eine beeindruckende Rekordjagd hingelegt hatte, sieht sich nun mit Gewinnmitnahmen und geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert.

Der DAX, Deutschlands führender Aktienindex, unternimmt einen weiteren Versuch, sich nach einer turbulenten Woche zu stabilisieren. Am Freitagmorgen deutete der X-DAX, ein außerbörslicher Indikator, auf ein leichtes Plus von 0,2 Prozent hin, was auf 22.366 Punkte hinausläuft. Trotz eines beeindruckenden Anstiegs von 15 Prozent im laufenden Jahr und einem starken Vorjahr, droht dem Index auf Wochensicht ein leichter Rückgang.

Am Mittwoch erreichte der DAX mit über 22.935 Punkten einen neuen Höchststand, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Diese Entwicklung zeigt, dass die Marktteilnehmer angesichts von Inflations- und Zinssorgen sowie geopolitischen Unwägbarkeiten verunsichert sind. Die Landesbank Helaba betont, dass der DAX nach seiner Rekordjagd ein erhebliches Korrekturpotenzial besitzt, jedoch sei es noch verfrüht, den Aufwärtstrend als beendet zu betrachten.

Die bevorstehende Bundestagswahl am Sonntag könnte kurzfristig die Aktienkurse beeinflussen. Die Dekabank warnt vor möglichen Enttäuschungen, da die Regierungsbildung einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen könnte und die Ungeduld der Märkte auf die Probe stellt. In den Umfragen führt die CDU/CSU, jedoch reicht es weder mit der SPD noch mit den Grünen für eine Mehrheit.

Am deutschen Aktienmarkt gab es am Freitag kaum Unternehmensnachrichten. Die Deutsche Beteiligungs AG kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm an, nur wenige Tage nach dem Ende des letzten Programms. Das im SDAX notierte Unternehmen plant, innerhalb eines Jahres bis zu 20 Millionen Euro für den Erwerb von maximal 800.000 eigenen Aktien auszugeben, was etwa 4,25 Prozent des Grundkapitals entspricht.

Unterdessen hat das US-Analysehaus Jefferies seine Kaufempfehlung für Airbus zurückgenommen und das Kursziel von 190 auf 180 Euro gesenkt. Expertin Chloe Lemarie rät Anlegern, auf eine anziehende Produktionsdynamik des Flugzeugbauers zu warten, da diese die Stimmung in den kommenden Quartalen beeinflussen wird. Die Aktien von Airbus steuern auf weitere Verluste zu.

Insgesamt bleibt der DAX in einem Spannungsfeld zwischen positiven wirtschaftlichen Entwicklungen und den Herausforderungen durch geopolitische Unsicherheiten und Inflationsängste. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Index seinen Aufwärtstrend fortsetzen kann oder ob eine Korrektur bevorsteht.

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DAX versucht Stabilisierung trotz geopolitischer Unsicherheiten
DAX versucht Stabilisierung trotz geopolitischer Unsicherheiten (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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