FRANKFURT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der deutsche Aktienmarkt steht erneut unter Druck, nachdem die jüngste Erholung durch anhaltende Zollsorgen und neue Restriktionen gegen den KI-Chip-Hersteller NVIDIA gebremst wurde.

Die Erholung des deutschen Aktienmarktes, die sich seit Anfang April von den Auswirkungen des US-Zollschocks erholt hatte, scheint vorerst gestoppt. Der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgt weiterhin für Unsicherheit. US-Präsident Donald Trump betonte, dass China den nächsten Schritt machen müsse, um ein Abkommen zu erzielen, während die USA keinen Druck verspüren, einen Deal abzuschließen.

Zusätzlich belastet die Nachricht, dass die US-Regierung den Halbleiter-Giganten NVIDIA mit verschärften Einschränkungen für die Lieferung von KI-Chips nach China konfrontiert. Diese Maßnahmen könnten NVIDIA Verluste in Milliardenhöhe einbringen, da der chinesische Markt für das Unternehmen von großer Bedeutung ist. Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners kommentierte, dass das Exportverbot für den H20-Chip von NVIDIA eine neue Eskalation im Handelskonflikt darstellt.

Der Broker IG taxierte den DAX vor diesem Hintergrund zwei Stunden vor Xetra-Beginn um 0,48 Prozent niedriger auf 21.151 Punkte. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex, angetrieben von Ausnahmen bei US-Zöllen für Autos, noch die Marke von 21.000 Punkten überschritten, war jedoch am Hoch der Vorwoche bei 21.300 Punkten zurückgeprallt.

Die aktuelle Situation zeigt, wie volatil das Marktumfeld derzeit ist. Für Unternehmen und Anleger ist die Zeit der Planbarkeit vorerst vorbei. Die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China sowie die Auswirkungen auf die Technologiebranche bleiben bestehen.

Der Handelskonflikt hat bereits in der Vergangenheit zu erheblichen Schwankungen an den globalen Märkten geführt. Die jüngsten Entwicklungen könnten die Unsicherheit weiter verstärken und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen beeinträchtigen. Experten warnen, dass eine Eskalation des Konflikts zu einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen könnte.

In der Zwischenzeit bleibt abzuwarten, wie sich die Beziehungen zwischen den USA und China entwickeln werden. Eine Einigung könnte die Märkte beruhigen und die wirtschaftlichen Aussichten verbessern. Bis dahin müssen sich Unternehmen und Anleger auf ein weiterhin herausforderndes Umfeld einstellen.

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DAX unter Druck: Zollsorgen und NVIDIA-Restriktionen belasten
DAX unter Druck: Zollsorgen und NVIDIA-Restriktionen belasten (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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