HOUSTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Ein massiver Datenvorfall erschüttert die US-amerikanische Screening-Branche. DISA Global Solutions, ein führender Anbieter von Mitarbeiter-Screening-Diensten, hat bekanntgegeben, dass ein Cyberangriff die Daten von über 3,3 Millionen Menschen kompromittiert hat.
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DISA Global Solutions, ein bedeutender Anbieter von Mitarbeiter-Screening-Diensten in den USA, hat einen schwerwiegenden Datenvorfall gemeldet, der die persönlichen Informationen von mehr als 3,3 Millionen Menschen betrifft. Das Unternehmen, das Dienstleistungen wie Drogen- und Alkoholtests sowie Hintergrundüberprüfungen für über 55.000 Unternehmen und ein Drittel der Fortune 500-Unternehmen anbietet, bestätigte den Vorfall in einem Bericht an den Generalstaatsanwalt von Maine.
Der Angriff wurde als „Cybervorfall“ beschrieben, der einen begrenzten Teil des Netzwerks von DISA am 22. April 2024 betraf. Eine interne Untersuchung ergab, dass ein Hacker bereits am 9. Februar 2024 in das Netzwerk eingedrungen war und dort über zwei Monate unentdeckt blieb. In einem Schreiben an die Betroffenen, darunter Personen, die sich einem Screening unterzogen hatten, erklärte DISA, dass der Angreifer einige Informationen aus den Systemen beschafft habe.
In einer separaten Meldung an den Generalstaatsanwalt von Massachusetts bestätigte DISA, dass die gestohlenen Informationen Sozialversicherungsnummern, Finanzkontodaten einschließlich Kreditkartennummern und von der Regierung ausgestellte Ausweisdokumente umfassten. Mehr als 360.000 Einwohner von Massachusetts sind von diesem Vorfall betroffen. Dennoch konnte DISA in ihrem Datenleck-Benachrichtigungsschreiben nicht genau feststellen, welche spezifischen Daten entwendet wurden, was darauf hindeutet, dass dem Unternehmen die technischen Mittel fehlen, um genau zu erkennen, welche internen Daten abgerufen oder exfiltriert wurden.
Auf ihrer Website gibt DISA an, eine breite Palette persönlicher und sensibler Informationen zu sammeln, darunter Details zur Berufserfahrung, zum Bildungsweg, zu Vorstrafen und zur Kreditgeschichte eines Bewerbers. Derzeit ist noch unklar, wer hinter dem Cyberangriff steckt oder wie die Organisation kompromittiert wurde. Ebenso ist unklar, warum es so lange gedauert hat, bis DISA die Betroffenen über den Vorfall informiert hat.
Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit gegenübersehen, insbesondere wenn es um den Schutz sensibler personenbezogener Daten geht. Branchenexperten betonen die Notwendigkeit robuster Sicherheitsprotokolle und regelmäßiger Überprüfungen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Die Reaktion von DISA auf diesen Vorfall wird genau beobachtet, da sie als Maßstab für den Umgang mit ähnlichen Sicherheitsverletzungen in der Branche dienen könnte.
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