MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Geburt von Blauwalen bleibt ein faszinierendes Rätsel der Meeresbiologie. Trotz der hohen Anzahl von Blauwalen, die einst die Ozeane bevölkerten, wurden bisher nur zwei Geburten dokumentiert. Diese Seltenheit wirft Fragen auf, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Blauwale alle zwei bis drei Jahre Nachwuchs bekommen.
Blauwale sind die größten Tiere der Erde, doch ihre Fortpflanzung bleibt weitgehend im Verborgenen. Nur zwei Geburten wurden jemals von Menschen beobachtet, was angesichts der früheren Populationsgröße von Hunderttausenden und der aktuellen Schätzungen von 10.000 bis 25.000 Tieren erstaunlich ist. Diese Diskrepanz hat Forscher dazu veranlasst, die Gründe für die seltenen Sichtungen von Blauwal-Kälbern zu untersuchen.
Eine neue Studie der University of Washington bietet eine mögliche Erklärung. Die Forschung legt nahe, dass die Geburten hauptsächlich im Herbst und Winter stattfinden, während die meisten wissenschaftlichen Beobachtungen im Sommer durchgeführt werden, wenn die Wale in kältere Gewässer ziehen, um sich von Krill zu ernähren. In den wärmeren Monaten kehren die Wale in Gebiete wie den Golf von Kalifornien zurück, um ihre Jungen zur Welt zu bringen.
Die Studie, die in der Fachzeitschrift Endangered Species Research veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Kälber etwa sieben Monate nach der Geburt entwöhnt werden und dann nicht mehr mit ihren Müttern in den Sommerfütterungsgebieten gesehen werden. Dies erklärt, warum so wenige Mutter-Kalb-Paare gesichtet werden, obwohl die Schwangerschaftsraten bei Blauwalen hoch sind.
Trevor Branch, Professor für aquatische und Fischereiwissenschaften an der University of Washington, hat verschiedene Hypothesen untersucht, um das Rätsel der fehlenden Kälber zu lösen. Seine Forschung legt nahe, dass die zeitliche Verschiebung zwischen Geburt und Beobachtung der Hauptgrund für die seltenen Sichtungen ist. Die Kälber werden geboren, nachdem die Wale ihre Sommerfütterungsgebiete verlassen haben, und sind bereits entwöhnt, bevor sie zurückkehren.
Diese Erkenntnisse bieten Hoffnung, dass die Blauwalpopulation gesünder ist als bisher angenommen. Die niedrigen Sichtungsraten von Kälbern könnten weniger auf niedrige Geburten- oder Überlebensraten hindeuten, sondern vielmehr auf die zeitliche und geografische Verteilung der Feldstudien. Eine verstärkte Forschung in den Winter- und Frühlingsregionen könnte zu mehr Sichtungen führen.
Branch plant, seine Hypothese durch eine groß angelegte Zusammenarbeit zu testen, bei der Daten aus verschiedenen Regionen und Monaten gesammelt werden. Diese Forschung könnte nicht nur das Verständnis der Blauwalpopulation verbessern, sondern auch wichtige Erkenntnisse für den Schutz dieser majestätischen Tiere liefern.
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