MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Sicherheit von IT-Systemen ist ein fortwährendes Thema, das Unternehmen weltweit beschäftigt. Besonders im Bereich der Datenübertragung sind Sicherheitslücken ein ernstzunehmendes Risiko. Jüngst hat CrushFTP seine Nutzer darauf hingewiesen, eine kritische Sicherheitslücke in ihrer Software umgehend zu schließen.
CrushFTP, ein weit verbreitetes Tool für die Verwaltung von Dateiübertragungen, hat seine Nutzer eindringlich gewarnt, eine kritische Sicherheitslücke in ihrer Software umgehend zu schließen. Diese Schwachstelle betrifft alle Versionen der Software ab Version 11 und ermöglicht es Angreifern, über ungesicherte HTTP(S)-Ports auf ungeschützte Server zuzugreifen.
In einer Mitteilung an seine Kunden erklärte das Unternehmen, dass die Sicherheitslücke am 21. März 2025 entdeckt und behoben wurde. Ein entsprechendes Update steht zur Verfügung, um die betroffenen Systeme zu sichern. Besonders brisant ist, dass die Schwachstelle es Angreifern ermöglicht, ohne Authentifizierung auf die Systeme zuzugreifen, sofern diese über das Internet exponiert sind.
Interessanterweise gibt es widersprüchliche Informationen über die betroffenen Versionen. Während die Kundenmitteilung nur Version 11 nennt, weist ein am selben Tag veröffentlichtes Advisory darauf hin, dass auch Version 10 betroffen ist. Diese Diskrepanz wurde von der Cybersicherheitsfirma Rapid7 aufgedeckt.
Für Nutzer, die nicht sofort auf die neueste Version aktualisieren können, bietet CrushFTP eine vorübergehende Lösung an: Die Aktivierung der DMZ-Funktion (demilitarisierte Zone) kann als Schutzmaßnahme dienen, bis das Update eingespielt werden kann.
Die Dringlichkeit dieser Sicherheitsmaßnahme wird durch die Tatsache unterstrichen, dass laut Shodan mehr als 3.400 CrushFTP-Instanzen online exponiert sind. Dies macht sie zu potenziellen Zielen für Angriffe. Wie viele dieser Instanzen bereits gepatcht wurden, bleibt unklar.
Bereits im April 2024 hatte CrushFTP mit einer ähnlichen Situation zu kämpfen, als eine Zero-Day-Schwachstelle (CVE-2024-4040) entdeckt wurde, die es Angreifern ermöglichte, aus dem virtuellen Dateisystem auszubrechen und Systemdateien herunterzuladen. Diese Schwachstelle wurde aktiv ausgenutzt, um gezielte Angriffe auf US-amerikanische Organisationen durchzuführen.
Die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA reagierte schnell und fügte die Schwachstelle in ihren Katalog der bekannten Sicherheitslücken ein, um Bundesbehörden zur schnellen Sicherung ihrer Systeme zu bewegen.
Die Häufigkeit solcher Sicherheitslücken zeigt, dass Dateiübertragungsprodukte wie CrushFTP ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle sind. Insbesondere Ransomware-Gruppen wie Clop haben in der Vergangenheit ähnliche Schwachstellen in anderen Softwarelösungen ausgenutzt, um Daten zu stehlen.
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