MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der europäische Cloudverband CISPE hat eine bedeutende Initiative gestartet, um die Unabhängigkeit europäischer Cloud-Dienste zu stärken. Mit der Förderung des Open-Source-Projekts Fulcrum soll eine souveräne und interoperable Cloud-Infrastruktur geschaffen werden.
In einer Zeit, in der die Abhängigkeit von ausländischen Cloud-Anbietern zunehmend kritisch betrachtet wird, setzt der europäische Cloudverband CISPE auf das Open-Source-Projekt Fulcrum. Mit einer Investition von einer Million Euro soll dieses Projekt die Verwaltung und Überwachung verteilter Cloud-Ressourcen über mehrere Anbieter hinweg ermöglichen. Ziel ist es, eine offene, souveräne und interoperable Cloud-Lösung für Europa zu schaffen, die den Einfluss ausländischer Regierungen minimiert.
Fulcrum, das unter der Apache-Lizenz Version 2.0 veröffentlicht wurde, befindet sich derzeit in aktiver Entwicklung. Es soll eine skalierbare und wettbewerbsfähige Alternative zu den Diensten der großen internationalen Hyperscaler bieten. Viele europäische Cloud-Kunden befürchten, dass ausländische Regierungen zu viel Macht über ihre Daten erlangen könnten, indem sie beispielsweise Zölle erheben oder den Zugang zu Dienstleistungen einschränken.
Die Entwicklung von Fulcrum als „Trump-sichere“ europäische Alternative zielt darauf ab, Nutzern mehr Unabhängigkeit zu bieten. Jeder Cloud-Dienstleister, der sich integrieren oder Cloud-Ressourcen aus einem gemeinsamen Pool nutzen möchte, kann den von CISPE finanzierten Fulcrum-Code verwenden. Dies könnte die europäische Cloud-Landschaft erheblich verändern und die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern reduzieren.
CISPE fordert zudem eine Überarbeitung der EU-Beschaffungsvorschriften, um europäische Cloud-Angebote zu priorisieren. Laut einer Pressemitteilung könnten jährlich 20 Milliarden Euro in die europäische Cloud-Infrastruktur fließen, wenn nur 10 Prozent der europäischen Cloud-Beschaffung Gaia-X-Labels integrieren würden. Dies würde nicht nur die europäische Wirtschaft stärken, sondern auch die technologische Souveränität des Kontinents fördern.
Ein Sprecher von CISPE betont, dass die Arbeit von Gaia-X, einem weiteren Projekt zur Förderung europäischer Cloud-Souveränität, eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung darstellt. CISPE hat kürzlich das Digital Clearing House und einen Servicekatalog in Gaia-X integriert, um die Vergleichbarkeit von Cloud-Diensten zu verbessern und die Einhaltung von Standards zu gewährleisten.
Durch den Einsatz von Technologien zur Überwachung der Konformität und die Föderierung von Cloud-Diensten, die die Anforderungen des Gaia-X Trust Frameworks erfüllen, könnte Europa seine fragmentierte Cloud-Landschaft in eine Stärke verwandeln. Dies würde eine wettbewerbsfähige Alternative zu zentralisierten Angeboten schaffen und die europäische Position im globalen Cloud-Markt stärken.
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