MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hat kürzlich zwei Sicherheitslücken in den KEV-Katalog aufgenommen, die Microsoft Partner Center und die Synacor Zimbra Collaboration Suite betreffen. Diese Entscheidung basiert auf Beweisen für aktive Ausnutzung dieser Schwachstellen.

Die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) der USA hat zwei bedeutende Sicherheitslücken in ihren Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen (KEV) aufgenommen. Diese betreffen das Microsoft Partner Center und die Synacor Zimbra Collaboration Suite (ZCS). Die Entscheidung basiert auf der aktiven Ausnutzung dieser Schwachstellen, was die Dringlichkeit ihrer Behebung unterstreicht.

Die erste Schwachstelle, CVE-2024-49035, betrifft das Microsoft Partner Center und weist eine CVSS-Bewertung von 8,7 auf. Sie ermöglicht es Angreifern, durch unzureichende Zugriffskontrollen ihre Privilegien zu erweitern. Microsoft hat dieses Problem bereits im November 2024 behoben, jedoch bleibt die Gefahr bestehen, solange die Updates nicht flächendeckend implementiert sind.

Die zweite Schwachstelle, CVE-2023-34192, ist eine Cross-Site-Scripting (XSS) Lücke in der Synacor Zimbra Collaboration Suite. Mit einer CVSS-Bewertung von 9,0 erlaubt sie es einem entfernten authentifizierten Angreifer, beliebigen Code über ein speziell gestaltetes Skript auszuführen. Diese Schwachstelle wurde bereits im Juli 2023 mit der Version 8.8.15 Patch 40 behoben.

Microsoft hatte bereits im letzten Jahr eingeräumt, dass CVE-2024-49035 in der freien Wildbahn ausgenutzt wurde, ohne jedoch Details zur Art der Angriffe preiszugeben. Für die Zimbra-Schwachstelle gibt es derzeit keine öffentlichen Berichte über eine Ausnutzung in der freien Wildbahn, was jedoch nicht bedeutet, dass keine Gefahr besteht.

In Anbetracht dieser Entwicklungen sind die Bundesbehörden der zivilen Exekutive (FCEB) verpflichtet, die notwendigen Updates bis zum 18. März 2025 zu implementieren, um ihre Netzwerke zu sichern. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Ansatzes zur Verbesserung der Cybersicherheit in staatlichen Institutionen.

Die Aufnahme dieser Schwachstellen in den KEV-Katalog erfolgte nur einen Tag, nachdem CISA zwei weitere Sicherheitslücken in Adobe ColdFusion und Oracle Agile Product Lifecycle Management (PLM) aufgrund aktiver Ausnutzung hinzugefügt hatte. Dies zeigt die anhaltende Bedrohung durch Cyberangriffe und die Notwendigkeit, Sicherheitslücken schnell zu schließen.

Die kontinuierliche Aktualisierung und Überwachung von Sicherheitslücken ist entscheidend, um die Integrität und Sicherheit von IT-Systemen zu gewährleisten. Unternehmen und Behörden müssen proaktiv handeln, um ihre Systeme gegen potenzielle Angriffe zu schützen und die neuesten Sicherheitsupdates zu implementieren.

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CISA nimmt Microsoft- und Zimbra-Schwachstellen in den KEV-Katalog auf
CISA nimmt Microsoft- und Zimbra-Schwachstellen in den KEV-Katalog auf (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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