MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine neue Sicherheitsbedrohung hat die IT-Welt aufgeschreckt: Die chinesische Hackergruppe UNC3886 hat es geschafft, veraltete Juniper-Router zu kompromittieren und eine Backdoor zu installieren, die tiefen Zugriff auf die Systeme ermöglicht.
Die jüngsten Enthüllungen über die Aktivitäten der Hackergruppe UNC3886 haben in der IT-Sicherheitsbranche für Aufsehen gesorgt. Diese Gruppe, die mit China in Verbindung gebracht wird, hat es geschafft, veraltete Juniper-Router mit einer Backdoor zu infizieren, um Spionageaktionen durchzuführen. Die Sicherheitsfirma Mandiant hat in Zusammenarbeit mit Juniper Networks diese Aktivitäten untersucht und dabei eine neuartige Prozessinjektionstechnik entdeckt, die den Angreifern tiefen Zugriff auf die betroffenen Systeme ermöglicht.
Die Untersuchungen von Mandiant begannen Mitte 2024, als erste Hinweise auf eine Spionagekampagne durch UNC3886 auftauchten. Die Hacker nutzten eine Sicherheitslücke im Junos OS, die als CVE-2025-21590 bekannt ist, um sich Zugang zu den Routern zu verschaffen. Diese Lücke basiert auf einem Isolationsfehler im Kernel von Junos OS, der es einem lokalen Angreifer mit Shell-Zugriff ermöglicht, beliebigen Code zu injizieren.
Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass die betroffenen MX-Router von Juniper Networks in kritischen Infrastrukturen und Regierungsbehörden eingesetzt werden. Die von UNC3886 verwendete Malware ist eine modifizierte Version einer Tinyshell-Backdoor, die über einzigartige Funktionen verfügt. Alle analysierten Malware-Samples enthielten eine Kernfunktionalität von Tinyshell, unterschieden sich jedoch erheblich in ihren Aktivierungsmethoden.
Die von UNC3886 eingesetzte Prozessinjektionstechnik ist speziell für Netzwerkgeräte entwickelt worden und umgeht klassische Endpoint-Sicherheitslösungen. Diese Methode ermöglicht es den Angreifern, Schadcode in laufende Prozesse einzuschleusen und unbemerkt im System zu bleiben. Dies stellt eine erhebliche Herausforderung für die IT-Sicherheit dar, da herkömmliche Sicherheitslösungen oft nicht in der Lage sind, solche Angriffe zu erkennen.
Um sich vor solchen Angriffen zu schützen, empfehlen Mandiant und Juniper Networks, die betroffenen Geräte auf die neuesten Softwareversionen zu aktualisieren. Juniper hat einen Patch für die ausgenutzte Sicherheitslücke bereitgestellt und rät seinen Kunden, das Juniper Malware Removal Tool (JMRT) zu verwenden, um Malware auf ihren Geräten aufzuspüren und zu entfernen. Dieses Tool ist standardmäßig in den Betriebssystemen Junos OS und Junos OS Evolved enthalten.
Die Entdeckung dieser Sicherheitslücke und die damit verbundenen Angriffe werfen ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit, veraltete Hardware und Software regelmäßig zu aktualisieren und zu sichern. In einer Zeit, in der Cyberangriffe immer raffinierter werden, ist es entscheidend, dass Unternehmen und Behörden ihre IT-Infrastrukturen kontinuierlich überwachen und schützen.
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