MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Trotz der US-Exportbeschränkungen nutzen chinesische Unternehmen Cloud-Dienste von Amazon und Microsoft, um Zugang zu fortschrittlichen US-KI-Chips und Rechenressourcen zu erhalten, die sie ansonsten nicht erwerben können.
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Ein umfassender Bericht von Reuters enthüllt, dass staatlich verbundene chinesische Institutionen zunehmend Cloud-Dienste nutzen, um auf verbotene US-Technologien wie Nvidia A100 und H100 Chips zuzugreifen. Diese Chips, die für fortschrittliche Künstliche Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechnen (HPC) entwickelt wurden, sind laut den geltenden US-Vorschriften für den Export nach China gesperrt. Doch über Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure können chinesische Unternehmen weiterhin auf diese Technologien zugreifen, da Cloud-Dienste nicht den gleichen Exportkontrollen unterliegen wie physische Waren.
Ein Beispiel hierfür ist die Shenzhen University, die rund 200.000 Yuan (etwa 28.000 USD) für ein AWS-Konto ausgab, um Zugang zu Cloud-Servern mit Nvidia A100 und H100 Chips zu erhalten. Diese Dienste wurden über einen chinesischen Zwischenhändler namens Yunda Technology Ltd Co bezogen, wie aus einem der öffentlichen Ausschreibungsdokumente hervorgeht. Ähnliche Praktiken wurden bei anderen chinesischen Einrichtungen wie dem Zhejiang Lab und der Suzhou Institute of Advanced Research festgestellt.
Reuters untersuchte über 50 Ausschreibungsdokumente, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurden. Diese Dokumente zeigen, dass mindestens 11 chinesische Entitäten versucht haben, auf eingeschränkte US-Technologien zuzugreifen. Vier dieser Entitäten nannten ausdrücklich AWS als ihren Cloud-Service-Provider, wobei der Zugang über chinesische Zwischenhändler erfolgte.
AWS und andere betroffene Unternehmen betonen, dass sie alle geltenden US-Gesetze einhalten, einschließlich der Handelsgesetze. „AWS hält sich an alle geltenden US-Gesetze, einschließlich der Handelsgesetze, bei der Bereitstellung von AWS-Diensten innerhalb und außerhalb Chinas“, sagte ein AWS-Sprecher gegenüber Reuters.
Die US-Regierung erwägt nun, diese Lücke in den Exportkontrollen zu schließen. Ein kürzlich in den Kongress eingebrachtes Gesetz soll dem Handelsministerium die Befugnis geben, den Fernzugriff auf US-Technologien durch Cloud-Dienste zu regulieren. Darüber hinaus wurden Vorschriften vorgeschlagen, die Cloud-Anbieter verpflichten, die Identität von Nutzern großer KI-Modelle zu überprüfen und deren Aktivitäten zu melden. Ob und wann diese Gesetze verabschiedet werden, bleibt jedoch unklar.
Ein großes Problem bleibt jedoch bestehen: Selbst wenn die USA den Zugang chinesischer Entitäten zu amerikanischen Cloud-Diensten einschränken, können sie nicht verhindern, dass diese Unternehmen auf Cloud-Dienste anderer internationaler Anbieter zugreifen. Dies würde erfordern, dass auch der Verkauf von AI- und HPC-Prozessoren an prominente Cloud-Anbieter in Europa und dem Nahen Osten eingeschränkt wird, was jedoch auch amerikanischen Unternehmen wie Nvidia schaden könnte.
Neben Amazon nutzen chinesische Unternehmen auch Microsofts Cloud-Dienst Azure, um ihre KI-Entwicklungen voranzutreiben. So plant die Sichuan University, eine generative KI-Plattform zu entwickeln und dafür 40 Millionen Microsoft Azure OpenAI-Tokens zu erwerben. Dies zeigt, wie sehr chinesische Institutionen auf Cloud-Computing setzen, um ihre Projekte trotz der Einschränkungen weiter voranzutreiben.
Insgesamt unterstreicht der Bericht die Schwierigkeiten, den Zugang zu fortschrittlichen Rechenressourcen in einer zunehmend global vernetzten technologischen Landschaft zu regulieren. Die Ergebnisse werfen Fragen über die Wirksamkeit der bestehenden Exportkontrollen auf und zeigen möglicherweise den Bedarf an umfassenderen Gesetzen, die auch den Cloud-basierten Zugang zu verbotenen Technologien abdecken.
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