SHENZHEN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der chinesische Elektrofahrzeughersteller BYD hat ambitionierte Pläne zur Einführung von Festkörperakkus in seinen Fahrzeugen angekündigt. Diese Technologie könnte die Elektromobilität revolutionieren und die Sicherheit sowie Effizienz von Elektrofahrzeugen erheblich steigern.

BYD, einer der führenden Hersteller von Elektrofahrzeugen in China, hat kürzlich seine Pläne zur Einführung von Festkörperakkus in seinen Fahrzeugen bis 2030 bekannt gegeben. Diese Ankündigung erfolgte auf dem 2nd China All-Solid-State Battery and Development Summit, wo Sun Huajun, der Technologie-Chef von Shenzhen BYD Lithium Battery, die Strategie des Unternehmens erläuterte.

Die Einführung der Festkörperakkus wird in mehreren Phasen erfolgen. Ab 2027 sollen zunächst begrenzte Stückzahlen produziert werden, bevor 2030 die Massenproduktion beginnt. In der ersten Phase werden sulfidbasierte Festkörperakkus in Luxusfahrzeugen integriert, die sich durch eine längere Lebensdauer, schnellere Aufladung und höhere Sicherheit auszeichnen.

BYD begann bereits 2013 mit der Entwicklung von Festkörperakkus und hat bis 2023 die Machbarkeit der Massenproduktion für verschiedene Zellsysteme und Materialien validiert. Zu den jüngsten Fortschritten gehören erfolgreiche Tests von Festkörperzellen mit Kapazitäten von 20 Ah und 60 Ah.

Die Entscheidung, die Produktion von LFP-Batterien (Lithium-Eisen-Phosphat) für die nächsten 15 bis 20 Jahre fortzusetzen, basiert auf Überlegungen zur Lieferkette und zu Kostenfaktoren. Branchenanalysten sehen in Festkörperbatterien einen potenziellen Durchbruch in der EV-Technologie, weisen jedoch auf Herausforderungen wie hohe Produktionskosten und die Komplexität der Skalierung von Festelektrolyt-Herstellungsprozessen hin.

Andere große Automobilhersteller wie Mercedes-Benz, Toyota, Stellantis und Nissan arbeiten ebenfalls an der Entwicklung eigener Festkörperbatterielösungen. Der von BYD vorgestellte Fahrplan passt zu den Plänen des Akkuherstellers CATL, der ebenfalls ab 2027 die Produktion in begrenzten Mengen anstrebt.

Die Einführung von Festkörperakkus könnte die Elektromobilität maßgeblich vorantreiben, indem sie die Sicherheit und Effizienz von Elektrofahrzeugen verbessert. Die Technologie verspricht eine höhere Energiedichte und eine verbesserte thermische Stabilität, was zu einer längeren Lebensdauer und einer schnelleren Ladezeit führen könnte.

Insgesamt zeigt BYDs Engagement für die Festkörpertechnologie, dass das Unternehmen bereit ist, in die Zukunft der Elektromobilität zu investieren. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die Herausforderungen zu bewältigen und die Technologie zur Marktreife zu bringen.

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BYD plant umfassende Einführung von Festkörperakkus bis 2030
BYD plant umfassende Einführung von Festkörperakkus bis 2030 (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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