MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einer bedeutenden Neuausrichtung hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seine Empfehlungen zur Passwortsicherheit aktualisiert. Die Behörde rät nun von einem regelmäßigen Passwortwechsel ab und legt den Fokus auf die Nutzung starker Passwörter und zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentisierung und Passkeys.
Die bisherige Praxis, Passwörter regelmäßig zu ändern, galt lange als Standard, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Doch das BSI hat erkannt, dass diese Methode oft zu unsicheren Praktiken führt. Nutzer neigen dazu, einfache oder sich wiederholende Passwörter zu verwenden, die leicht zu merken sind, was die Sicherheit erheblich mindert. Diese Erkenntnis wird von Sicherheitsexperten wie Bitdefender unterstützt, die darauf hinweisen, dass leicht abgewandelte Passwörter für Cyberkriminelle berechenbar sind.
Stattdessen empfiehlt das BSI nun die Verwendung starker und einzigartiger Passwörter. Diese sollten mindestens zwölf Zeichen lang sein und eine Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Ein Passwort-Manager kann hierbei helfen, komplexe Passwörter zu generieren und sicher zu speichern. Solche gut gesicherten Passwörter sind eine der effektivsten Maßnahmen gegen Cyberangriffe.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der neuen BSI-Empfehlungen ist die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA). Diese Methode ergänzt das Passwort durch eine zweite Sicherheitskomponente, wie einen einmaligen Code, der per SMS oder über eine Authentifizierungs-App generiert wird. Diese zusätzliche Schutzschicht erschwert den Zugriff auf Konten erheblich, selbst wenn das Passwort kompromittiert wurde.
Als zukunftssichere Alternative zu herkömmlichen Passwörtern empfiehlt das BSI die Nutzung von Passkeys. Diese ermöglichen die Anmeldung über biometrische Daten wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung und basieren auf kryptografischen Verfahren, die Phishing-Angriffe verhindern. Passkeys bieten eine höhere Sicherheit, da sie nicht gestohlen oder weitergegeben werden können.
Die Neuausrichtung des BSI spiegelt eine breitere Bewegung in der IT-Sicherheitsbranche wider, die sich zunehmend von traditionellen Passwortpraktiken abwendet. Unternehmen und Nutzer sind aufgefordert, sich mit den neuen Technologien vertraut zu machen und ihre Sicherheitsstrategien entsprechend anzupassen. Die Implementierung dieser Maßnahmen könnte nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch das Vertrauen in digitale Dienste stärken.
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