MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems schreitet voran, und mit ihr wächst die Bedeutung der IT-Sicherheit. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat kürzlich eine Bestandsaufnahme veröffentlicht, die das IT-Sicherheitsniveau im Gesundheitswesen als grundsätzlich positiv bewertet. Diese Einschätzung steht im Kontrast zu den oft kritischen Stimmen von Experten, die dem Sektor in der Vergangenheit ein schlechtes Zeugnis ausgestellt haben.
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bietet sie enorme Chancen zur Verbesserung der Patientenversorgung und Effizienzsteigerung, andererseits birgt sie erhebliche Risiken in Bezug auf die IT-Sicherheit. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in seinem aktuellen E-Health-Bericht für das Jahr 2024 das IT-Sicherheitsniveau im deutschen Gesundheitswesen als positiv bewertet. Diese Einschätzung überrascht, da Experten dem Sektor häufig ein schlechtes Zeugnis ausstellen.
Besonders herausfordernd war das vergangene Jahr, da die Digitalisierung des Gesundheitssystems weiter voranschritt. Das BSI war maßgeblich an der Entwicklung der Sicherheitsarchitektur für die elektronische Patientenakte (ePA) beteiligt. In Zusammenarbeit mit der Gematik, die für die Telematik-Infrastruktur zuständig ist, wurden alle Meldungen zu möglichen Schwachpunkten untersucht. Diese Untersuchungen führten zu Anpassungen in den Spezifikationen, um die Sicherheit zu erhöhen.
Auf dem Jahreskongress des Chaos Computer Clubs (CCC) im Dezember wurden diverse Sicherheitsmängel bei der ePA aufgezeigt. Diese Kritikpunkte wurden im aktuellen Bericht des BSI jedoch nicht berücksichtigt. Dennoch zeigt sich das BSI optimistisch, dass die Sicherheitsmaßnahmen greifen und die Informationssicherheit im Gesundheitswesen auf einem guten Niveau ist.
Ein besonders schwer einschätzbarer Bereich ist die IT-Sicherheit in den rund 140.000 Arztpraxen in Deutschland. Die Vielfalt der IT-Lösungen und die fehlenden standardisierten Meldewege für Sicherheitsvorfälle stellen eine Herausforderung dar. Dennoch sieht das BSI in der Heterogenität der IT-Ausstattung einen Vorteil, da entdeckte Sicherheitslücken nicht einfach übertragbar sind. Dies erfordert jedoch ein breites IT-sicherheitstechnisches Verständnis in den Praxen.
Nach einer Umfrage unter medizinischem Fachpersonal kommt das BSI zu dem Schluss, dass weniger die technische Ausstattung als vielmehr die Information der Schlüssel zur erfolgreichen Etablierung von Informationssicherheit in der ambulanten Versorgung ist. Die Kommunikation grundlegender Sicherheitsmechanismen wird eine Aufgabe für die kommenden Jahre sein. Das BSI plant, seine Kompetenz in Prävention, Detektion und Reaktion gemeinsam mit Aufsichtsbehörden, Herstellern, Dienstleistern und Praxispersonal weiter auszubauen.
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