INGELHEIM / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Boehringer Ingelheim, ein führendes Familienunternehmen in der Pharmaindustrie, zeigt eindrucksvoll, dass Wachstum auch ohne Börsennotierung möglich ist. Während viele börsennotierte Unternehmen dem Druck der Quartalszahlen unterliegen, verfolgt Boehringer eine langfristige Strategie, die auf Forschung und Entwicklung setzt.
Boehringer Ingelheim hat sich als führender Akteur in der deutschen Pharmabranche etabliert, indem es seine Umsätze kontinuierlich steigert und die Konkurrenz hinter sich lässt. Im Jahr 2024 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzanstieg von 4,6 Prozent, was es erneut an die Spitze der deutschen Pharmakonzerne katapultierte. Diese beeindruckende Leistung basiert hauptsächlich auf zwei Blockbuster-Medikamenten: Jardiance und Ofev. Jardiance, ursprünglich als Diabetesmedikament entwickelt, erzielte einen Umsatz von 8,4 Milliarden Euro, während Ofev, ein Mittel gegen Lungenfibrose, 3,8 Milliarden Euro einbrachte.
Doch trotz dieser Erfolge steht Boehringer vor Herausforderungen. Die bevorstehenden Patentabläufe und der zunehmende Preisdruck durch Generika könnten die Umsätze dieser Medikamente in den kommenden Jahren erheblich beeinträchtigen. Besonders in den USA, wo Boehringer 46 Prozent seines Geschäfts tätigt, drohen durch den Inflation Reduction Act erhebliche Einschnitte. Dieser Gesetzesakt sieht vor, dass Medikamente wie Jardiance ab 2026 für Medicare-Patienten zu stark reduzierten Preisen angeboten werden müssen.
Um diesen Risiken zu begegnen, investiert Boehringer massiv in Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2024 flossen 5,7 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Medikamente, was fast 28 Prozent der Einnahmen aus der Humanpharma-Sparte entspricht. Zwei vielversprechende Kandidaten stehen dabei im Fokus: Nerandomilast, ein neuer Ansatz gegen Lungenfibrose, und Zongertinib, ein Krebsmedikament gegen HER2-mutierten Lungenkrebs. Beide könnten in den kommenden Jahren bedeutende Umsatzträger werden.
Die Entwicklung neuer Medikamente ist jedoch mit hohen Risiken verbunden. Weniger als zehn Prozent der in Phase-1 gestarteten Substanzen erreichen die Marktzulassung. Boehringer musste kürzlich die Entwicklung von Iclepertin, einem Mittel gegen Schizophrenie, einstellen, obwohl die Forschung bereits weit fortgeschritten war. Diese Rückschläge verdeutlichen die Herausforderungen, denen sich die Pharmaindustrie stellen muss.
Um den langfristigen Erfolg zu sichern, setzt Boehringer nicht nur auf die Entwicklung neuer Wirkstoffe, sondern auch auf die Optimierung seiner Produktions- und Lieferketten. Durch Kooperationen mit Lohnherstellern in den USA sollen mögliche Handelsbarrieren umgangen und die Lieferketten stabilisiert werden. Diese strategischen Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Risikomanagements, das Boehringer als Familienunternehmen ohne den Druck von Quartalszahlen umsetzen kann.
Insgesamt zeigt Boehringer Ingelheim, dass ein Unternehmen auch ohne Börsennotierung erfolgreich wachsen kann. Der Schlüssel liegt in der Fähigkeit, Zeit zu gewinnen und in Forschung, Produktion und globale Strategien zu investieren. Ob sich diese Geduld auszahlt, wird sich in den nächsten zwei Jahren zeigen, wenn die neuen Medikamentenkandidaten auf den Markt kommen und die politischen Entwicklungen in den USA weiter Gestalt annehmen.
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