MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Bitcoin-Markt steht unter Druck, und viele Analysten diskutieren die möglichen Ursachen. Während der US-geführte Handelskrieg oft als Hauptgrund genannt wird, zeigen sich bei genauerer Betrachtung weitere Faktoren, die die Preisentwicklung beeinflussen.

Der Bitcoin-Markt hat in den letzten Monaten eine bemerkenswerte Volatilität erlebt. Trotz eines leichten Anstiegs von 2,2 % am 1. April hat der Bitcoin-Preis seit dem 7. März nicht mehr die Marke von 89.000 US-Dollar überschritten. Viele Marktbeobachter führen dies auf den eskalierenden Handelskrieg unter der Führung der USA zurück. Doch bereits vor der Ankündigung der Zölle durch Präsident Donald Trump gab es Anzeichen für eine schwache Marktstimmung.

Einige Marktteilnehmer argumentieren, dass die umfangreichen Bitcoin-Käufe von Strategy im Wert von 5,25 Milliarden US-Dollar seit Februar den Preis über der Unterstützung von 80.000 US-Dollar gehalten haben. Unabhängig davon, wer kauft, war der Bitcoin bereits vor der Ankündigung der 10%igen Zölle auf chinesische Importe am 21. Januar in einer Seitwärtsbewegung gefangen.

Interessanterweise erreichte der S&P 500-Index am 19. Februar ein Allzeithoch, genau 30 Tage nach Beginn des Handelskriegs, während Bitcoin in den drei Monaten zuvor mehrfach daran scheiterte, die Marke von 100.000 US-Dollar zu halten. Dies deutet darauf hin, dass die Preisentwicklung von Bitcoin nicht ausschließlich durch den Handelskrieg beeinflusst wird.

Ein weiterer Aspekt, der die Verbindung zwischen Zöllen und Bitcoin-Preis schwächt, sind die Zuflüsse in Bitcoin-ETFs. Diese verzeichneten in den drei Wochen nach dem 21. Januar Nettozuflüsse von 2,75 Milliarden US-Dollar. Trotz der Ankündigung weiterer Zölle auf Importe aus Kanada und Mexiko sowie der Vergeltungsmaßnahmen der EU und Chinas blieb die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin bestehen.

Die Enttäuschung der Bitcoin-Händler nach dem 21. Januar resultiert teilweise aus überzogenen Erwartungen an das Versprechen von Präsident Trump, eine strategische nationale Bitcoin-Reserve aufzubauen. Diese Ankündigung auf der Bitcoin-Konferenz im Juli 2024 führte zu Ungeduld unter den Investoren, die ihren Höhepunkt erreichte, als die tatsächliche Anordnung am 6. März erlassen wurde.

Ein wesentlicher Faktor, der den Bitcoin-Preis unter Druck setzt, ist der inflationäre Trend, der auf eine relativ erfolgreiche Strategie der globalen Zentralbanken hinweist. Im Februar stieg der US-amerikanische PCE-Preisindex um 2,5 % im Jahresvergleich, während der Verbraucherpreisindex der Eurozone im März um 2,2 % zunahm.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2022 wurden die Gewinne von Bitcoin durch eine Inflation von über 5 % angetrieben, was darauf hindeutet, dass Unternehmen und Familien Kryptowährungen als Absicherung gegen monetäre Entwertung nutzten. Sollte die Inflation 2025 relativ unter Kontrolle bleiben, könnten niedrigere Zinssätze den Immobilien- und Aktienmarkt direkter begünstigen als Bitcoin.

Die schwache Arbeitsmarktlage dämpft ebenfalls die Nachfrage der Händler nach risikoreichen Anlagen wie Bitcoin. Im Februar meldete das US-Arbeitsministerium, dass die Zahl der offenen Stellen nahe einem Vierjahrestief lag. Gleichzeitig fielen die Renditen der US-2-Jahres-Staatsanleihen auf ein Sechsmonatstief, da Investoren eine bescheidene Rendite von 3,88 % für die Sicherheit staatlich abgesicherter Instrumente akzeptierten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schwäche des Bitcoin-Preises auf unrealistische Erwartungen an BTC-Käufe durch das US-Finanzministerium, eine sinkende Inflation, die potenzielle Zinssenkungen unterstützt, und ein risikoscheues makroökonomisches Umfeld zurückzuführen ist. Während der Handelskrieg negative Auswirkungen hatte, zeigte Bitcoin bereits vor dessen Beginn Anzeichen von Schwäche.


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Bitcoin-Preis unter Druck: Handelskrieg und andere Faktoren
Bitcoin-Preis unter Druck: Handelskrieg und andere Faktoren (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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