MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Angesichts der Unsicherheiten bei den Transaktionsgebühren im Bitcoin-Mining-Sektor suchen Miner zunehmend nach alternativen Einnahmequellen. Ein aktueller Bericht hebt hervor, dass viele Unternehmen ihre Kapazitäten auf Künstliche Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechner (HPC) umstellen, um ihre Einnahmen zu diversifizieren.
Bitcoin-Miner stehen vor der Herausforderung, ihre Einnahmen zu stabilisieren, da die Transaktionsgebühren im Netzwerk schwanken. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht zeigt, dass viele Miner ihre Strategien anpassen, indem sie sich auf Künstliche Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechner (HPC) konzentrieren. Diese Technologien bieten nicht nur höhere Margen, sondern auch neue Finanzierungsmöglichkeiten, was sie zu attraktiven Alternativen macht.
Die Unsicherheit bei den Transaktionsgebühren resultiert aus der zunehmenden Nutzung von Off-Chain-Lösungen wie ETFs, Futures-Märkten und Layer-2-Lösungen. Diese Entwicklungen führen dazu, dass Miner ihre Geschäftsmodelle überdenken müssen, insbesondere da die Blockbelohnungen alle vier Jahre halbiert werden und der Bitcoin-Preis steigen muss, um die Einnahmen stabil zu halten.
Einige Miner nutzen ihre Infrastruktur, um die Netzwerkkapazität in abgelegenen Energiegebieten zu erweitern, während andere bestehende Energieinfrastrukturen für KI- und HPC-Aufgaben einsetzen. Diese Aufgaben bieten nicht nur höhere Margen, sondern ermöglichen auch eine effizientere Nutzung der vorhandenen Ressourcen. Fortschritte in der Flüssigkeitskühlung, im Chipdesign und in der Co-Location-Technologie tragen zusätzlich zur Effizienzsteigerung bei.
Der Trend zur Integration von KI und HPC hat an Fahrt gewonnen, insbesondere nach der Ankündigung von CoreWeave, im Jahr 2024 eine 700-MW-Vereinbarung für KI/HPC abzuschließen. Dies hat andere Bitcoin-Miner dazu veranlasst, ähnliche Einnahmequellen zu erkunden. Unternehmen wie Bitfarms und Bitdeer haben bereits Beratungen zur Machbarkeit solcher Projekte in Nordamerika durchgeführt.
Ein bemerkenswertes Beispiel ist Iris Energy, das seine KI- und HPC-Initiativen mit einem 75-MW-flüssigkeitsgekühlten Rechenzentrum in Texas vorantreibt, das bis 2025 in Betrieb gehen soll. Diese Expansion wird die Kapazität auf 2 GW erhöhen und das Zentrum zu einem der größten KI/HPC-fähigen Standorte in Nordamerika machen.
Die Notwendigkeit, die elektrische Kapazität zu skalieren, ist für Bitcoin-Miner von entscheidender Bedeutung, da die Nachfrage nach KI-Leistung steigt. Schätzungen zufolge wird der globale Stromverbrauch von KI-Rechenzentren bis 2027 auf 22,7 GW ansteigen, was 27% des Gesamtverbrauchs ausmacht. Daher wird erwartet, dass Bitcoin-Miner 20-30% ihrer Kapazität für KI- und HPC-Aufgaben bereitstellen.
Die Skalierung dieser Operationen erfordert erhebliche Investitionen. Es wird geschätzt, dass die Gesamtkapitalausgaben bis 2027 bei 24,8 Milliarden US-Dollar liegen könnten, wenn moderne Mining-Hardware und unterstützende Infrastruktur eingesetzt werden. Diese Investitionen sind notwendig, um die steigende Nachfrage nach KI-Leistung zu decken und gleichzeitig die Einnahmen zu diversifizieren.
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