LONDON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Während weltweit Institutionen Bitcoin als ernstzunehmende Anlageklasse erkennen, bleibt Großbritannien aufgrund regulatorischer Unsicherheiten zurück. Die Financial Conduct Authority (FCA) hat ein Umfeld geschaffen, das Innovationen hemmt und Unternehmen ins Ausland treibt.
Großbritannien, einst Vorreiter in Finanzdienstleistungen und Informatik, sieht sich nun mit einer regulatorischen Landschaft konfrontiert, die seine Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Finanzwesen untergräbt. Die Financial Conduct Authority (FCA) hat durch ihre unklare Haltung gegenüber Bitcoin Unsicherheit geschaffen, die Unternehmen ins Ausland drängt und die Innovationskraft des Landes schwächt.
Während andere Länder Bitcoin als integralen Bestandteil institutioneller Finanzstrategien anerkennen, hat die britische Regulierung ein Umfeld geschaffen, das Fortschritte behindert. Bei der Veranstaltung ‘Bitcoin for Institutions’ in London wurde deutlich, dass die Welt voranschreitet, während Großbritannien in bürokratischer Untätigkeit verharrt.
Allen Farrington, Mitbegründer von Axiom, einem auf Bitcoin fokussierten Investmentunternehmen, betonte, dass Bitcoin die Grundlage einer tragfähigen institutionellen Anlageklasse bildet. Trotz der beeindruckenden Performance von Bitcoin in den letzten Jahren zögern britische Institutionen, sich zu engagieren.
Die FCA, die eigentlich für die finanzielle Stabilität sorgen soll, hat sich zu einem Innovationshindernis entwickelt. Unternehmen verlassen das Vereinigte Königreich, weil die regulatorischen Anforderungen zu kostspielig oder unklar sind. In den USA hingegen integrieren Pensionsfonds, Unternehmensschatzmeister und Vermögensverwalter Bitcoin zunehmend in ihre Portfolios.
Andrew Hohns, Gründer und CEO von Newmarket Investment Management, beschreibt den Unterschied: Viele US-Unternehmen haben Bitcoin in ihre Finanzplanung aufgenommen, während das Bewusstsein in Großbritannien noch in den Kinderschuhen steckt. Die Risiken des Nichthandelns sind hoch, wie Dominic Frisby betont: ‘Das Risiko besteht nicht darin, Bitcoin zu besitzen, sondern es nicht zu besitzen.’
Jurisdiktionen wie die USA, die VAE und Singapur ziehen Kapital an, indem sie Rahmenwerke schaffen, die zwischen Bitcoin und spekulativen Krypto-Assets unterscheiden. Die FCA hingegen behandelt Bitcoin wie spekulative Krypto-Token und ignoriert seine einzigartigen Eigenschaften als dezentrales Währungsnetzwerk.
Die regulatorische Struktur Großbritanniens ist ein weiteres Hindernis für die institutionelle Adoption. Baroness Claire Fox kritisierte die Bürokratie, die Innovationen hemmt und neue Marktteilnehmer abschreckt. Während die Regulierer behaupten, Investoren zu schützen, werden Unternehmen ins Ausland gedrängt, was die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt.
Zusätzlich zu den regulatorischen Herausforderungen wird die institutionelle Adoption durch Missverständnisse über die Umweltbelastung von Bitcoin gebremst. Diskussionen auf der Veranstaltung zeigten, wie Bitcoin zur Stabilisierung von Energienetzen und zur Verbesserung der Nachhaltigkeit beiträgt.
Bitcoin-Mining wird zunehmend mit erneuerbaren Energiequellen betrieben, was in Großbritannien erhebliche Einsparungen bringen könnte. Anstatt Produzenten für das Abschalten zu bezahlen, könnte überschüssige Energie in Bitcoin-Mining umgeleitet werden, was den Verbrauchern sofortige Einsparungen bringen würde.
Die Diskussion kehrte immer wieder zu einem zentralen Punkt zurück: Großbritannien fällt zurück. Während britische Unternehmen noch darüber debattieren, ob Bitcoin in institutionelle Portfolios aufgenommen werden sollte, setzen US-Vermögensverwalter und Unternehmensschatzmeister ihre Bitcoin-Strategien bereits um.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass britische Institutionen handeln müssen. Regulatorische Lähmung stoppt nicht die Bitcoin-Adoption, sondern verlagert den Fortschritt ins Ausland. Ohne Kurskorrektur werden britische Finanzunternehmen in der nächsten Phase der institutionellen Finanzen zurückbleiben.
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