MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die wirtschaftlichen Spannungen zwischen den USA und Europa nehmen zu, während Bitcoin als potenzieller Herausforderer des US-Dollars an Bedeutung gewinnt.
Die wirtschaftlichen Spannungen zwischen den USA und Europa nehmen zu, während Bitcoin als potenzieller Herausforderer des US-Dollars an Bedeutung gewinnt. Larry Fink, CEO von Blackrock, dem weltweit größten Vermögensverwalter, warnt eindringlich vor den Folgen einer unkontrollierten US-Verschuldung. Sollte Washington seine Ausgaben nicht in den Griff bekommen, könnte der Status des US-Dollars als globale Leitwährung ernsthaft gefährdet sein. Fink sieht Bitcoin als möglichen Profiteur dieser Entwicklung.
Die Zinszahlungen der US-Regierung übersteigen in diesem Jahr 952 Milliarden Dollar, was mehr als das gesamte Verteidigungsbudget ausmacht. Bis 2030 könnten Pflichtausgaben und Schuldendienst die gesamten Bundessteuereinnahmen verschlingen, was zu einem strukturellen Defizit führen würde. Dies stellt ein erhebliches Risiko für den Dollar dar, der jahrzehntelang als weltweiter Anker diente.
Parallel dazu gewinnen Kryptowährungen an Bedeutung. Bitcoin wird von Fink als eine außergewöhnliche technologische Innovation angesehen, die gleichzeitig als potenzieller Dollar-Konkurrent fungiert. Trotz eines Wertverlusts von rund 20 % seit Jahresbeginn schreitet die institutionelle Integration von Bitcoin voran. Blackrocks eigener Bitcoin-ETF verwaltet derzeit ein Volumen von 48 Milliarden Dollar, trotz eines Verlusts von 7 % im laufenden Jahr.
Die Einführung einer staatlichen Bitcoin-Reserve in den USA hat in der Branche Hoffnungen geweckt, blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die Reserve wird lediglich mit beschlagnahmten Coins gefüllt, ein Kaufprogramm existiert nicht. Zudem belastet die erratische Handelspolitik der USA den Dollar zusätzlich. Seit Jahresbeginn hat die US-Währung gegenüber dem Euro rund 5 % verloren.
In Europa hingegen keimt Hoffnung. Fink sieht erstmals seit Jahren enorme Chancen auf dem Kontinent. Strukturelle Reformen, ein Kurswechsel in der deutschen Fiskalpolitik und das 500-Milliarden-Euro-Paket zur Infrastrukturmodernisierung wecken wirtschaftliches Potenzial. Der IWF schätzt, dass ein Abbau innereuropäischer Handelsbarrieren die Produktivität um bis zu 7 % steigern könnte.
Auch die Märkte reagieren positiv. Im ersten Quartal 2025 entwickelten sich europäische Aktien besser als ihre US-Pendants. Gemessen in US-Dollar übertraf der Stoxx 600 den S&P 500 um rekordverdächtige 17 Prozentpunkte. Dies signalisiert, dass Investoren das Potenzial Europas nicht länger ignorieren.
Finks zentrale Warnung bleibt: Wenn der Dollar seinen Status verliert, wird jemand anderes das Vakuum füllen. Und dieser Jemand könnte erstmals nicht eine Nation, sondern ein Algorithmus sein.
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