MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine umfassende Studie hat die positiven Auswirkungen von Bewegung auf die Gehirnfunktion über alle Altersgruppen hinweg bestätigt. Diese Erkenntnisse könnten weitreichende Implikationen für die Gesundheitsförderung haben.
In einer der bisher größten und umfassendsten Studien wurde festgestellt, dass körperliche Aktivität unabhängig von Alter oder Intensität positive Auswirkungen auf die Gehirnfunktion hat. Diese Ergebnisse stammen aus einer Meta-Meta-Analyse, die 133 systematische Reviews und über 2.724 randomisierte kontrollierte Studien mit mehr als einer Viertelmillion Teilnehmern umfasst. Besonders Kinder und Jugendliche profitierten von Verbesserungen im Gedächtnis, während Menschen mit ADHS signifikante Fortschritte in der exekutiven Funktion, wie Planung und Problemlösung, zeigten.
Die Studie zeigt, dass die kognitiven Vorteile von Bewegung nicht von der Intensität, Dauer oder Häufigkeit der Einheiten abhängen. Selbst Videospiele, die körperliche Bewegung erfordern, wie ‘Exergames’ à la Pokémon Go, sowie Aktivitäten wie Tai Chi, haben positive Effekte auf das Gehirn. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Vielseitigkeit und Zugänglichkeit von Bewegung als Intervention zur Förderung der kognitiven Gesundheit.
Ben Singh, der leitende Autor der Studie von der University of South Australia, betont, dass diese Ergebnisse ermutigend sind, da sie darauf hinweisen, dass auch leichte, ansprechende Aktivitäten echte kognitive Vorteile bieten können. Die Forscher fanden heraus, dass fast alle Formen der Bewegung effektiv sind, einschließlich leichter Aktivitäten, Exergaming und mind-body Praktiken wie Yoga und Tai Chi.
Die Analyse zeigt, dass Bewegung die allgemeine Kognition über alle Altersgruppen und Bewegungsmodalitäten hinweg signifikant verbessert. Unterschiede wurden erst sichtbar, als die Kognition in Gedächtnis und exekutive Funktion unterteilt wurde. Besonders Übungen, die komplexe Bewegungsmuster betonen, wie Yoga, Tai Chi und Exergames, zeigten die besten kognitiven Ergebnisse.
Die Autoren der Studie geben zu, dass viele der eingeschlossenen Studien die Kognition eher auf Beeinträchtigungen als auf individuelle Unterschiede hin untersuchten. Dies deutet darauf hin, dass die aktuellen Ergebnisse ‘Ceiling Effects’ darstellen könnten, bei denen alle Individuen bis zu einem bestimmten Punkt Verbesserungen zeigen, einige jedoch mehr profitieren könnten.
Die Studie liefert robuste Beweise dafür, dass Bewegung als effektive Intervention zur Verbesserung der allgemeinen Kognition, des Gedächtnisses und der exekutiven Funktion bei Patienten aller Altersgruppen und Gesundheitszustände empfohlen werden kann. Während weitere qualitativ hochwertige Studien erforderlich sind, um diese Ergebnisse zu bestätigen und zu verfeinern, unterstützt die Studie die Rolle von Bewegung bei der Förderung der kognitiven Funktion und der allgemeinen Gesundheit.
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