NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Ein aktueller Fall von Betrug im Bereich der Non-Fungible Tokens (NFTs) hat die Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden in Brooklyn auf sich gezogen. Ein 85-jähriger Künstler wurde Opfer eines raffinierten Betrugs, der ihn um 135.000 US-Dollar brachte.
Die digitale Kunstwelt, die durch NFTs revolutioniert wurde, hat nicht nur neue Möglichkeiten für Künstler eröffnet, sondern auch neue Risiken mit sich gebracht. Ein aktueller Fall aus Brooklyn zeigt, wie gefährlich diese neue Technologie sein kann, wenn sie in die falschen Hände gerät. Ein 85-jähriger Künstler wurde von einem Betrüger kontaktiert, der sich als Kunsthändler ausgab und ihn dazu brachte, seine Werke auf einer gefälschten NFT-Plattform zu minten.
Der Betrüger nutzte eine Website, die der bekannten Plattform OpenSea täuschend ähnlich sah, um das Vertrauen des Künstlers zu gewinnen. Nachdem der Künstler seine Werke auf der Plattform veröffentlicht hatte, wurde ihm mitgeteilt, dass er 300.000 US-Dollar Gewinn erzielt habe. Um jedoch auf dieses Geld zugreifen zu können, musste er eine Gebühr von 135.000 US-Dollar zahlen, die er aus seiner Altersvorsorge und durch Kredite aufbrachte.
Erst nachdem das Geld überwiesen war, erkannte der Künstler, dass er einem Betrug aufgesessen war. Der emotionale und finanzielle Schaden war enorm, und der Fall zog die Aufmerksamkeit der Brooklyn District Attorney’s Office auf sich. Die Ermittler entdeckten ein Netzwerk von 40 betrügerischen Websites, die speziell darauf ausgelegt waren, Künstler zu täuschen.
Die Spur des Geldes führte die Ermittler zu einem Kryptowährungsaustausch in Nigeria, wo die Gelder in die lokale Währung umgewandelt wurden, was eine Rückverfolgung und Rückholung der Mittel nahezu unmöglich machte. Diese Entdeckung unterstreicht die globale Dimension solcher Betrugsfälle und die Herausforderungen, denen sich die Strafverfolgungsbehörden gegenübersehen.
Der Fall hat nicht nur in der Kunstwelt für Aufsehen gesorgt, sondern auch die Diskussion über die Sicherheit und Regulierung von NFT-Marktplätzen neu entfacht. Experten betonen die Notwendigkeit, nur etablierte Plattformen zu nutzen und stets wachsam gegenüber Phishing-Versuchen zu sein. Künstler werden aufgefordert, niemals ihre Seed-Phrase preiszugeben und bei Angeboten, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein, besonders vorsichtig zu sein.
Die Brooklyn District Attorney’s Office hofft, dass durch das Schließen dieser betrügerischen Websites und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit weitere Betrugsfälle verhindert werden können. Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, in der digitalen Welt stets wachsam zu bleiben und sich über die neuesten Sicherheitsmaßnahmen zu informieren.
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