LONDON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Hedgefonds Elliott hat die Diskussion über eine mögliche Abspaltung der Consumer-Health-Sparte von Bayer erneut angefacht. In den letzten Monaten führte Elliott Management Gespräche mit Beteiligungsgesellschaften, um deren Interesse an der Sparte auszuloten.
Die Debatte um die Zukunft der Consumer-Health-Sparte von Bayer ist erneut in den Fokus gerückt, nachdem der Hedgefonds Elliott Management Gespräche mit potenziellen Investoren geführt hat. Diese Gespräche zielten darauf ab, das Interesse an einer möglichen Abspaltung der Sparte zu ermitteln. Trotz des Interesses scheint ein Verkauf derzeit unwahrscheinlich, da die damit verbundenen Kosten und Steuereffekte erheblich wären.
Bayer steht weiterhin vor der Herausforderung, die finanziellen Belastungen aus der Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto im Jahr 2018 zu bewältigen. Diese Übernahme brachte nicht nur hohe Schulden mit sich, sondern auch umfangreiche Rechtsstreitigkeiten in den USA, insbesondere im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Bayer hofft, diese Probleme durch ein Grundsatzurteil des obersten US-Gerichts zu lösen, doch bleibt unklar, ob der Supreme Court den Fall überhaupt annehmen wird.
Bill Anderson, der CEO von Bayer, hatte bereits vor einem Jahr erklärt, dass ein Verkauf der Consumer-Health-Sparte zwar eine attraktive Möglichkeit zur Schuldenreduzierung darstellen könnte, jedoch auch mit erheblichen Kosten verbunden wäre. Stattdessen setzt Anderson auf interne Umstrukturierungen und ein Sparprogramm, das in diesem Jahr zusätzliche 800 Millionen Euro einbringen soll.
Die Consumer-Health-Sparte von Bayer generiert beständige Geldzuflüsse, was sie zu einem wertvollen Bestandteil des Unternehmens macht. Dennoch bleibt die Frage offen, ob eine Abspaltung langfristig nicht doch die bessere Option wäre, um die finanzielle Situation von Bayer zu stabilisieren. Die Aktien des Unternehmens reagierten vorerst nicht auf die Berichte über die Gespräche mit Elliott.
In der Branche wird spekuliert, dass ein Verkauf der Sparte nicht nur die Schuldenlast von Bayer reduzieren könnte, sondern auch neue Investitionen in andere Geschäftsbereiche ermöglichen würde. Dies könnte insbesondere in der Pharmasparte von Bayer zu neuen Entwicklungen führen, die das Unternehmen langfristig stärken könnten.
Die Zukunft von Bayer bleibt ungewiss, da das Unternehmen weiterhin mit den Folgen der Monsanto-Übernahme kämpft. Ob die Consumer-Health-Sparte letztlich verkauft wird oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich der rechtlichen Entwicklungen in den USA und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage.
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