LEVERKUSEN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Bayer steht vor einem entscheidenden Jahr, in dem der Konzern seine Pharmasparte neu ausrichten muss. Der Verlust des Patentschutzes für den Bestseller Xarelto bedeutet einen erheblichen Umsatzrückgang, den das Unternehmen mit neuen Medikamenten kompensieren will.
Bayer steht vor einem Jahr voller Herausforderungen und Chancen. Der Verlust des Patentschutzes für das Gerinnungshemmer-Medikament Xarelto bedeutet für den Leverkusener Konzern einen erheblichen Umsatzrückgang. Um diese Lücke zu schließen, setzt Bayer auf eine Reihe neuer Medikamente, die als potenzielle Blockbuster gelten. Diese sollen nicht nur den Umsatz stabilisieren, sondern auch das Wachstum der Pharmasparte langfristig sichern.
Ein zentrales Element in Bayers Strategie ist die Einführung des Herzmedikaments Beyonttra, das kürzlich in der EU zugelassen wurde. Es basiert auf dem Wirkstoff Acoramidis, den Bayer vom US-Unternehmen Bridgebio lizenziert hat. Mit diesem Medikament hofft Bayer, eine neue Einnahmequelle zu erschließen, die den Verlust durch Xarelto zumindest teilweise kompensieren kann.
Ein weiteres vielversprechendes Produkt ist Elinzanetant, eine hormonfreie Therapie für Beschwerden in den Wechseljahren. Dieses Medikament soll sowohl in den USA als auch in Europa auf den Markt kommen und könnte eine wichtige Rolle im Portfolio von Bayer spielen. Die Markteinführung ist für den Spätsommer geplant, und das Unternehmen setzt große Hoffnungen auf den Erfolg dieses Produkts.
Das Krebsmittel Nubeqa, das bereits 2024 einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro erzielte, ist ein weiteres Zugpferd in Bayers Pharmasparte. Eine neue Indikation für Prostatakrebs soll in den USA und der EU zugelassen werden, was das Umsatzpotenzial weiter steigern könnte. Auch das Medikament Kerendia, das für eine häufige Form der Herzinsuffizienz eingesetzt werden soll, steht vor einer Markteinführung in einer zweiten Indikation.
Die Notwendigkeit, die Pipeline zu stärken, hat Bayer in den letzten Jahren zu einer Reihe von strategischen Deals veranlasst. So hat der Konzern kürzlich die Rechte an einem neuen Krebs-Wirkstoff in China erworben. Diese Akquisitionen sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Abhängigkeit von wenigen Blockbustern zu reduzieren und das Portfolio zu diversifizieren.
Ein Rückschlag für Bayer war jedoch das Scheitern des Gerinnungshemmers Asundexian in einer entscheidenden klinischen Studie. Trotz dieses Rückschlags hält Bayer an dem Potenzial des Wirkstoffs fest und erwartet weiterhin, dass er Blockbuster-Status erreichen könnte. Eine laufende Studie zur Vorbeugung von ischämischem Schlaganfall könnte entscheidend für den zukünftigen Erfolg von Asundexian sein.
Insgesamt rechnet Bayer in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang in der Pharmasparte, der zwischen 1 und 4 Prozent liegen könnte. Das Unternehmen erwartet jedoch, dass das Wachstum ab 2027 wieder an Fahrt aufnehmen wird. Trotz der Herausforderungen bleibt Bayer optimistisch und sieht 2025 als das zentrale Jahr für den Turnaround der Pharmasparte.
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