WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Bayer hat einen bedeutenden Schritt unternommen, indem das Unternehmen den US Supreme Court um eine Überprüfung des Falls Durnell gebeten hat. Dieser Fall dreht sich um die umstrittenen gesundheitlichen Auswirkungen des glyphosathaltigen Herbizids Roundup, das von Bayers Tochtergesellschaft Monsanto produziert wird.
Bayer hat kürzlich einen Antrag beim US Supreme Court eingereicht, um den Fall Durnell zu überprüfen, der sich mit den gesundheitlichen Risiken des glyphosathaltigen Herbizids Roundup befasst. Diese Entscheidung folgt auf ein Urteil des Missouri Circuit Court, das zugunsten des Klägers entschieden wurde und Bayer zur Zahlung von 1,25 Millionen US-Dollar verpflichtete. Bayer argumentiert, dass die widersprüchlichen Urteile der Bundesberufungsgerichte eine Klärung durch das höchste Gericht der USA erfordern.
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Frage, ob Klagen, die auf fehlende Warnhinweise auf dem Produkt basieren und sich auf das Recht einzelner US-Bundesstaaten stützen, durch Bundesrecht ausgeschlossen sind. Diese sogenannte Federal Preemption ist ein zentraler Punkt, da sie die Einheitlichkeit der Produktkennzeichnung in den USA betrifft. Bayer betont, dass das Bundesgesetz, insbesondere die Vorschriften der United States Environmental Protection Agency (EPA), Vorrang haben sollte.
Die EPA hat bisher keine Krebswarnung für Glyphosat auf dem Produktlabel von Roundup gefordert. Das Urteil im Fall Durnell basiert jedoch auf der Annahme, dass das Recht im Bundesstaat Missouri eine solche Warnung vorschreibt. Bayer argumentiert, dass dies im Widerspruch zu den von der EPA genehmigten Produktlabels steht, die auf fundierten wissenschaftlichen Prüfungen beruhen.
Die Rechtsstreitigkeiten um Roundup sind zahlreich, mit mehreren zehntausend Klagen, die bei US-Gerichten anhängig sind. Diese Klagen stellen nicht nur die Sicherheit von Roundup in Frage, sondern auch die Fähigkeit von Monsanto, glyphosatbasierte Produkte weiterhin anzubieten. Ein Urteil zugunsten der Kläger könnte zu einer Vielzahl unterschiedlicher Produktlabels in den USA führen, was die Einheitlichkeit der Bundesvorschriften untergraben würde.
Der Fall Durnell ist nicht der einzige, der die Gerichte beschäftigt. In den Fällen Hardeman und Carson kamen die Gerichte zu ähnlichen Ergebnissen, die Bayer als fehlerhaft ansieht, da sie die Richtlinien der EPA ignorierten. Bayer hofft, dass der US Supreme Court für Klarheit sorgt und die Einheitlichkeit der Produktkennzeichnung in den USA wahrt.
Die Entscheidung des US Supreme Court, den Fall zu überprüfen, könnte weitreichende Auswirkungen auf die Regulierung von Herbiziden und anderen chemischen Produkten in den USA haben. Eine Klärung der Federal Preemption könnte nicht nur den Ausgang des Falls Durnell beeinflussen, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für ähnliche Produkte und Klagen in der Zukunft.
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