MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der Welt der Videospiele gibt es immer wieder Titel, die durch ihre einzigartige Mischung aus Gameplay-Elementen und narrativen Ansätzen auffallen. Ein solches Spiel ist ‘Atomfall’, das kürzlich für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S veröffentlicht wurde. Entwickelt vom Studio Rebellion, das vor allem für die ‘Sniper Elite’-Reihe bekannt ist, bietet ‘Atomfall’ eine spannende Reise in eine alternative Realität, die von einem verheerenden Atomunfall geprägt ist.
In ‘Atomfall’ finden sich Spieler in einer alternativen Realität wieder, in der der Windscale-Atomunfall von 1957 in Großbritannien katastrophale Ausmaße angenommen hat. Diese fiktive Welt ist von einer Quarantäne-Zone geprägt, in der die Spieler mit Gedächtnisverlust starten und auf eine Vielzahl von Herausforderungen stoßen. Die Bewohner dieser Zone sind durch den Unfall gezeichnet, und das Militär überwacht die Region mit futuristischen Robotern. Hinzu kommen seltsame Mutationen, die in den dunklen Höhlen der Spielwelt lauern.
Das Spiel fordert die Spieler heraus, die Geheimnisse dieser Welt zu entschlüsseln. Gibt es mehr hinter dem Windscale-Unfall, als es auf den ersten Blick scheint? Und wie kann man der Quarantäne entkommen? Die Antworten könnten in den verlorenen Erinnerungen der Spieler liegen. ‘Atomfall’ nimmt die Spieler dabei nicht an die Hand, sondern lässt sie eigenständig die Mechaniken und das Dialogsystem erkunden. Bereits zu Beginn wird man mit einem verwundeten Mann konfrontiert, dem man mit einer selbst hergestellten Mullbinde hilft, was die Crafting-Mechanik einführt.
Technisch gesehen ist ‘Atomfall’ kein Hardware-Brecher. Auf einem leistungsstarken System läuft das Spiel in nativer 4K-Auflösung mit 60 fps ohne nennenswerte Framerateeinbrüche. Allerdings sind die grafischen Details gemischt. Während die Texturen oft matschig wirken und die Umgebungen polygonarm erscheinen, kann man das Spiel als Double-A-Titel einstufen, was einige Schwächen verzeihlich macht.
Im Gameplay präsentiert sich ‘Atomfall’ eher als Shooter mit leichten RPG-Elementen denn als Survival-Game. Spieler müssen weder essen noch schlafen, sondern lediglich ihre Lebensleiste und den Puls im Auge behalten. Ein zu hoher Puls erschwert das Zielen, und die Energie regeneriert sich nicht von selbst. Stattdessen müssen Spieler Mullbinden oder Lebensmittel verwenden, um sich zu heilen.
Die Egoperspektive des Spiels ermöglicht es den Spielern, in ihrem begrenzten Inventar Gegenstände wie Alkohol, Schrott und Stofffetzen zu sammeln, um daraus Molotow-Cocktails, Granaten oder Bandagen herzustellen. Der Handel mit NPCs erfolgt ohne Währung, indem Gegenstände direkt getauscht werden. Allerdings sind die meisten Menschen in der Spielwelt feindlich gesinnt, sodass man selten auf friedliche NPCs trifft.
Im Gegensatz zu Spielen wie ‘Fallout’ oder ‘Kingdom Come Deliverance II’ lohnt es sich in ‘Atomfall’ oft, direkt zu kämpfen oder Granaten einzusetzen. Outlaws bevölkern viele Ruinen und treten meist in Gruppen auf, während Munition knapp ist. Daher ist es ratsam, sich anzuschleichen und Gegner isoliert auszuschalten. Das Schleichsystem ist jedoch einfach gehalten, und bei Entdeckung muss man schnell die Waffen sprechen lassen.
Besonders gelungen ist die Freiheit, die ‘Atomfall’ den Spielern bietet. Sobald man das erste offene Areal betritt, ist man auf sich allein gestellt. Hinweise auf interessante Orte erhält man durch gefundene Dokumente, aber es gibt keinen blinkenden Pfeil, der den Weg weist. Stattdessen kann man mysteriöse Bunker erkunden oder andere Abschnitte der Welt betreten. Die Spielwelt ist in mehrere große Areale unterteilt, die wiederum Unterabschnitte wie Höhlen und Bunker aufweisen.
Die Erzählweise von ‘Atomfall’ erfolgt größtenteils über die Spielwelt selbst. Spieler stoßen auf interessante Gebäude und Funde, die die Hintergrundgeschichte enthüllen. Diese Art des Storytellings ist jedoch nicht jedermanns Sache, da die Interaktionen mit NPCs und das Skill-System eher simpel gehalten sind. Erfahrungspunkte sammelt man nicht, sondern findet Skillbooks und Items, die Fertigkeitspunkte verleihen.
Technisch gesehen nutzt ‘Atomfall’ eine ältere Grafikengine von Rebellion, die kein TAA bietet. Dies führt dazu, dass trotz aktivierter Kantenglättung feine Hintergrundobjekte flimmern. Dennoch bietet die kleine, aber feine Welt von ‘Atomfall’ eine ordentliche Spielzeit von 15 bis 20 Stunden, die nicht künstlich gestreckt wirkt.
Insgesamt ist ‘Atomfall’ ein gutes Spiel, das je nach Vorlieben der Spieler einen Sog auslösen kann. Wer auf eine dichte Story mit interessanten Charakteren hofft, könnte enttäuscht werden, da das Spiel mehr auf Atmosphäre und Gameplay setzt. ‘Atomfall’ ist eher ein ‘Sniper Elite’ mit ausladender Spielwelt und verstärkten RPG-Elementen. Wer darauf Lust hat, wird hier viel Spaß haben.
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