MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die asiatischen Aktienmärkte stehen vor einem schwachen Handelsstart, beeinflusst durch gemischte US-Daten und bevorstehende Wirtschaftszahlen aus China. Investoren sind gespannt auf die Entwicklungen, die die Zinspolitik und das Wachstum in der Region beeinflussen könnten.
Die asiatischen Aktienmärkte zeigen Anzeichen eines schwachen Handelsstarts, was auf die gemischten Wirtschaftsdaten aus den USA und die bevorstehenden Wirtschaftszahlen aus China zurückzuführen ist. Investoren erwarten, dass die chinesische Wirtschaft im vierten Quartal reales Wachstum verzeichnen könnte, doch bleibt der Druck auf die Zinspolitik hoch.
Nach einem durchwachsenen Tag an den US-Börsen deuten die Futures in Japan und Hongkong auf Verluste hin, während der australische Markt nahezu unverändert bleiben dürfte. Der S&P 500 verlor 0,2%, und der Nasdaq 100 verzeichnete einen Rückgang von 0,7%. Besonders betroffen waren die “Magnificent Seven” Megacaps mit einem Abschlag von 1,9%.
Der globale Risikoappetit, der durch die optimistische Interpretation der jüngsten US-Inflationsdaten angefeuert wurde, verlangsamt sich. Dennoch fiel der weltweite Aktienindex um nur 1,8%, was die beste Wochenperformance seit zwei Monaten darstellt. Investoren warten nun gespannt auf eine Flut chinesischer Wirtschaftsdaten, die voraussichtlich darauf hinweisen, dass die chinesische Wirtschaft letztes Jahr dem Deflationsdruck nicht vollständig entkommen konnte.
Am Devisenmarkt notierte der Dollar nahe seines Zweijahreshochs, während der Yen gegen den Greenback um 0,8% zulegte, ausgelöst durch Spekulationen einer möglichen Zinserhöhung der Bank of Japan. Die US-Staatsanleihen verzeichneten Gewinne, nachdem Aussagen von Federal Reserve Gouverneur Christopher Waller Hoffnungen auf mögliche Zinssenkungen im Jahr 2025 weckten.
Der Dezember-Inflationsbericht in den USA minderte die durch die Zentralbank ausgelösten Ängste, so Damian McIntyre von Federated Hermes. Die Inflation dürfte im Jahresvergleich in den ersten Monaten von 2025 weiter fallen. Mit gemischten Wirtschaftsdaten, darunter gedämpfte Erwartungen bei den US-Bauunternehmen und stabile Einzelhandelsumsätze, bleiben Investoren fokussiert auf die bevorstehende Berichtssaison des vierten Quartals.
Die anstehenden Wirtschaftsdaten aus China, darunter das Wachstum im vierten Quartal, sorgen für Zurückhaltung. Kristina Clifton von der Commonwealth Bank of Australia geht davon aus, dass diese Daten den Druck auf Chinas Zinspolitik erhöhen werden. Der Preisindex für das Bruttoinlandsprodukt könnte bis 2025 im negativen Bereich verharren, was die wirtschaftlichen Herausforderungen Chinas unterstreicht.
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