CUPERTINO / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Inmitten der anhaltenden Debatte um Diversität, Gleichberechtigung und Integration (DEI) in Unternehmen hat Apple sich gegen den Druck von Donald Trump gestellt, seine Diversitätsprogramme aufzugeben.
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Apple steht im Zentrum einer hitzigen Debatte, nachdem der ehemalige US-Präsident Donald Trump das Unternehmen aufgefordert hat, seine Diversitätsprogramme abzuschaffen. Trump argumentiert, dass diese Programme den USA geschadet hätten und nun der Vergangenheit angehören sollten. Diese Forderung stieß jedoch auf Widerstand, insbesondere da die Aktionäre von Apple kürzlich für die Beibehaltung der DEI-Initiativen gestimmt haben.
Die Hauptversammlung von Apple war ein entscheidender Moment, da die Aktionäre den Antrag eines konservativen Thinktanks ablehnten, der gegen die Politik der Vielfalt argumentierte. Der Thinktank hatte rechtliche Risiken durch die Initiativen angeführt, doch Apple konterte, dass der Vorschlag ein unzulässiger Eingriff in das Tagesgeschäft sei. Apple betonte, dass es etablierte Verfahren gebe, um rechtliche Risiken zu minimieren.
Trump und seine Anhänger, darunter auch Tech-Milliardär Elon Musk, führen einen Feldzug gegen DEI-Programme. Sie behaupten, dass durch die Bevorzugung bestimmter Bevölkerungsgruppen andere benachteiligt würden und die Kompetenz darunter leide. Belege für diese Behauptungen wurden jedoch nicht erbracht.
Apple-Chef Tim Cook lobte die einzigartige Kultur des Unternehmens und betonte, dass die Leitlinie der Würde und des Respekts für alle niemals ins Wanken geraten dürfe. Er wies jedoch darauf hin, dass mögliche Anpassungen erforderlich sein könnten, um sich ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen.
Die Entscheidung von Apple, an seinen DEI-Programmen festzuhalten, steht im Gegensatz zu anderen großen US-Unternehmen wie Meta und Alphabet, die ihre Initiativen im Zuge der Rückkehr von Trump ins Weiße Haus aufgegeben haben. Diese Unternehmen reagierten auf die Kritik und die angedrohten Untersuchungen durch das Justizministerium.
Die Diskussion um DEI-Programme ist Teil einer größeren Debatte über Unternehmensverantwortung und soziale Gerechtigkeit in den USA. Viele Unternehmen hatten ihre Programme im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung ab 2020 eingeführt oder verstärkt. Die Entscheidung von Apple könnte als Signal für andere Unternehmen dienen, die ebenfalls unter Druck stehen, ihre DEI-Initiativen zu überdenken.
Die Aktionäre von Apple billigten auch die Einkommen des Topmanagements, wobei die Vergütung von Tim Cook im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf 74,6 Millionen Dollar erhöht wurde. Diese Entscheidung zeigt das Vertrauen der Aktionäre in die Führung des Unternehmens, trotz der anhaltenden Kontroversen um DEI-Programme.
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