MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Erforschung des Weltraums und die Suche nach außerirdischem Leben erfordern innovative Technologien, die den extremen Bedingungen des Alls standhalten können. Eine solche Technologie ist die Antikörper-basierte Analyse, die kürzlich einem entscheidenden Test unterzogen wurde.
Antikörperbasierte analytische Instrumente sind vielversprechende Werkzeuge zur Erkennung von Lebenssignaturen auf anderen Planeten. Diese Moleküle zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, ihre Zielstrukturen mit hoher Affinität und Spezifität zu erkennen, selbst in sub-nanomolaren Konzentrationen. Um die Eignung dieser Technologie für die Weltraumforschung zu bestätigen, ist es unerlässlich, ihre Leistungsfähigkeit unter den extremen Bedingungen des Alls zu testen.
Im Rahmen der EXPOSE-R2-Mission, die 588 Tage außerhalb der Internationalen Raumstation (ISS) stattfand, wurden Antikörper realen Weltraumbedingungen ausgesetzt. Die dabei aufgezeichnete absorbierte Strahlungsdosis von 220 mGy entspricht der erwarteten Dosis während einer Marsmission. Neben der Strahlung mussten die Proben auch thermischen Zyklen, Startbelastungen und einer langfristigen Lagerung standhalten.
In dieser Studie wurde ein Modell-Biochip verwendet, der Antikörper in gefriergetrockneter Form sowohl frei als auch kovalent an einer festen Oberfläche gebunden enthielt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Bindungsleistung der Antikörper durch die kosmische Strahlung nicht signifikant beeinträchtigt wurde. Über 40 % der exponierten Antikörper blieben während des gesamten Experiments funktional, unabhängig von ihrem Format.
Diese Ergebnisse legen nahe, dass antikörperbasierte Instrumente gut für die In-situ-Analyse auf planetaren Körpern geeignet sind. Die Fähigkeit, unter den extremen Bedingungen des Weltraums zu funktionieren, eröffnet neue Möglichkeiten für die Astrobiologie und die Suche nach Leben außerhalb der Erde.
Die EXPOSE-R2-Einrichtung der ESA auf der ISS beherbergte zudem 46 Arten von Bakterien, Pilzen und Gliederfüßern, die 18 Monate lang den Bedingungen des Weltraums ausgesetzt waren. Diese Experimente untersuchen die Überlebensfähigkeit terrestrischen Lebens im All und die Auswirkungen der solaren Strahlung auf begleitende Chemikalien.
Die Forschungsergebnisse, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Astrobiology, unterstreichen die Bedeutung der Antikörpertechnologie für zukünftige Weltraummissionen. Sie bieten einen wichtigen Einblick in die Möglichkeiten, die diese Technologie für die Erkundung des Weltraums und die Suche nach außerirdischem Leben bietet.
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