LONDON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Anglian Water sieht sich zunehmendem Druck ausgesetzt, da die britische Wasseraufsichtsbehörde Ofwat droht, Bonuszahlungen an die Führungskräfte zu streichen, sollte sich die Unternehmensleistung nicht verbessern. Diese Entwicklung folgt auf eine Reihe von Umweltverschmutzungen und hohen Rückzahlungen, die das Unternehmen in die Kritik gebracht haben.
Anglian Water, ein bedeutender Akteur im britischen Wassermarkt, steht derzeit im Fokus der Regulierungsbehörden. Die britische Wasseraufsichtsbehörde Ofwat hat dem Unternehmen eine klare Warnung ausgesprochen: Sollten sich die Leistungen nicht verbessern, könnten Bonuszahlungen an die Führungskräfte gestrichen werden. Diese Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf mehrere schwerwiegende Umweltverschmutzungen, die seit 2022 zu fünf Strafanzeigen gegen das Unternehmen geführt haben.
In einem aktuellen Bericht kritisierte Ofwat die Vergütungspolitik von Anglian Water scharf. Trotz der negativen Schlagzeilen erhielt der CFO des Unternehmens eine leistungsabhängige Prämie von 95.000 Pfund, was von Ofwat als schwer zu rechtfertigen angesehen wurde. Diese Zahlung konnte jedoch nicht blockiert werden, da kein direktes Kundenkapital dafür verwendet wurde.
Anglian Water wurde im Oktober dazu verpflichtet, ihren Kunden 38,1 Millionen Pfund zurückzuzahlen. Dies stellt die zweithöchste Rückerstattung dar, die Ofwat je einer britischen Wassergesellschaft auferlegt hat. Zudem wurde das Unternehmen 2023 zu einer Geldstrafe von 2,65 Millionen Pfund verurteilt, nachdem ungeklärte Abwässer in die Nordsee gelangt waren. Bereits 2019 musste die Firma 1,2 Millionen Pfund Bußgeld wegen Umweltverschmutzungen in mehreren Regionen Englands zahlen.
Die Reaktionen auf diese Entwicklungen sind gemischt. Während der CEO von Anglian Water bereits angekündigt hatte, auf Bonuszahlungen zu verzichten, bleibt die Kritik an der Vergütungspolitik bestehen. Anglian Water erklärte, dass ihre Vergütungsentscheidungen von der Unternehmensleistung abhängen und von einem unabhängigen Komitee beaufsichtigt werden. Sollte man die gesetzten Ziele nicht erreichen, spiegele sich das in der möglichen finanziellen Belohnung der gesamten Belegschaft wider.
Die britische Wasserindustrie steht insgesamt unter Druck, ihre Umweltbilanz zu verbessern. Anglian Water ist nicht das einzige Unternehmen, das mit regulatorischen Herausforderungen konfrontiert ist. Andere Wasserfirmen wurden daran gehindert, Bonuszahlungen in Höhe von 1,6 Millionen Pfund aus Kundengeldern zu finanzieren. Dies zeigt, dass die Regulierungsbehörden zunehmend bereit sind, strenge Maßnahmen zu ergreifen, um die Umweltstandards zu erhöhen.
Die Zukunft von Anglian Water hängt nun stark von ihrer Fähigkeit ab, die geforderten Verbesserungen umzusetzen. Die Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, das Vertrauen der Öffentlichkeit und der Regulierungsbehörden zurückzugewinnen, während sie gleichzeitig die finanzielle Stabilität des Unternehmens sichern müssen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob Anglian Water die notwendigen Schritte unternimmt, um ihre Umweltbilanz zu verbessern und die Bonuszahlungen zu rechtfertigen.
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