MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung einer PowerColor Radeon RX 9070XT Hellhound hat aufschlussreiche Details über mögliche Produktionsfehler bei GPUs ans Licht gebracht. Ein Leser hatte die Grafikkarte zur Analyse übergeben, nachdem er ungewöhnlich hohe Temperaturen unter Last festgestellt hatte. Die Untersuchung ergab ein tief strukturiertes Schadensbild auf der Chip-Oberfläche, das auf ein Phänomen namens Pitting zurückzuführen ist.
Die Analyse einer PowerColor Radeon RX 9070XT Hellhound hat ein bemerkenswertes Problem in der Fertigung von GPUs aufgedeckt. Der Leser, der die Grafikkarte zur Untersuchung übergab, berichtete von extremen Hotspot-Temperaturen, die auf eine ungleichmäßige thermische Ankopplung des GPU-Dies hinwiesen. Trotz der Verwendung hochwertiger Wärmeleitmaterialien konnte keine Verbesserung erzielt werden, was auf einen tieferliegenden Defekt hindeutete.
Nach der Demontage und Reinigung des Chips mit Xylol wurde unter dem Mikroskop ein Schadensbild sichtbar, das durch zahlreiche Vertiefungen und Löcher gekennzeichnet war. Diese Erscheinung, bekannt als Pitting, könnte die Ursache für die eingeschränkte Wärmeabfuhr sein. Solche Defekte sind besonders kritisch bei GPUs mit hohem thermischem Leistungsprofil, da sie die Effizienz der Kühlung erheblich beeinträchtigen können.
AMD hat auf die Untersuchung reagiert und erklärt, dass es sich um einen Einzelfall handelt. Dennoch wird die betroffene Karte zur weiteren Analyse abgeholt. Das Unternehmen betont sein Engagement für Produktqualität und strenge Kontrollen im Produktionsprozess. Diese Aussage unterstreicht die Notwendigkeit, die automatisierte optische Inspektion während der Fertigung zu überprüfen und zu optimieren, um atypische Defektmuster wie Pitting zuverlässig zu erkennen.
Die Hotspot-Temperatur, die durch eine Vielzahl von Temperatursensoren auf dem GPU-Die ermittelt wird, ist ein entscheidender Faktor für das Power- und Temperaturmanagement moderner GPUs. AMD spezifiziert für seine RDNA-GPUs eine Hotspot-Temperaturgrenze von etwa 110 °C. Wird diese Grenze überschritten, greift eine automatische Taktreduktion, um die Integrität des Chips zu schützen.
Die Untersuchung der Radeon RX 9070XT Hellhound zeigt, dass die automatisierte Endkontrolle bei der Fertigung möglicherweise nicht alle Defekte erfasst. Die Entdeckung von 1934 Kratern auf der Chip-Oberfläche, die mehr als 1 Prozent der Gesamtfläche ausmachen, ist alarmierend. Solche Defekte hätten bei einer gründlichen optischen Inspektion erkannt werden müssen.
Die Ergebnisse dieser Analyse werfen Fragen zur Qualitätssicherung in der GPU-Produktion auf. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Karten ähnliche Defekte aufweisen und welche Maßnahmen AMD ergreifen wird, um solche Probleme in Zukunft zu vermeiden. Die Bedeutung einer zuverlässigen Qualitätskontrolle kann nicht genug betont werden, insbesondere bei Produkten, die unter extremen Bedingungen betrieben werden.
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