SEATTLE / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einem bemerkenswerten Schritt in der Welt der Quantencomputing-Technologie hat Amazon kürzlich seinen ersten Quantenchip namens Ocelot vorgestellt. Diese Ankündigung folgt nur eine Woche nach Microsofts Enthüllung seines eigenen Quantenchips, Majorana 1. Beide Unternehmen streben danach, die Kosten und Komplexität der Quantenfehlerkorrektur drastisch zu reduzieren, ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu praktisch nutzbaren Quantencomputern.
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Amazon hat mit der Vorstellung seines ersten Quantencomputing-Chips, Ocelot, einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung dieser zukunftsweisenden Technologie gemacht. Der Chip soll die Kosten für die Implementierung der Quantenfehlerkorrektur um bis zu 90 % senken, was einen erheblichen Fortschritt im Vergleich zu aktuellen Methoden darstellt. Diese Entwicklung kommt nur eine Woche nach Microsofts Ankündigung seines eigenen Quantenchips, Majorana 1, der ebenfalls darauf abzielt, die Quantencomputing-Technologie voranzutreiben.
Quantenchips sind entscheidend, um Quantencomputer zu ermöglichen, die Operationen mit exponentiell höheren Geschwindigkeiten und deutlich geringerem Energieverbrauch als herkömmliche Computer durchführen können. Trotz dieser Fortschritte sind praktisch nutzbare Quantencomputer noch viele Jahre entfernt. NVIDIA-CEO Jensen Huang äußerte Anfang des Jahres, dass es wahrscheinlich mehr als 15 Jahre dauern wird, bis die Welt über sehr nützliche Quantencomputer verfügt.
Google, ein weiterer großer Akteur im Bereich Quantencomputing, hat im Dezember seinen Quantenchip Willow vorgestellt, der als zweiter von sechs Meilensteinen auf dem Quantencomputing-Fahrplan des Unternehmens gilt. Microsoft hingegen behauptet, dass sein Chip Majorana 1 in der Lage sein könnte, Quantencomputing zu ermöglichen, das in der Lage ist, bedeutende industrielle Probleme in Jahren statt Jahrzehnten zu lösen.
Obwohl Amazon seinen Ocelot-Chip noch als Prototyp bezeichnet, zeigt die Ankündigung das Engagement des Unternehmens, in diesem Bereich führend zu werden. Oskar Painter, Direktor für Quantenhardware bei AWS, betonte, dass sie gerade erst begonnen haben und noch mehrere Stufen der Skalierung durchlaufen müssen. Dies unterstreicht die Herausforderungen, die mit der Entwicklung von Quantencomputern verbunden sind.
Die Aktien von Amazon blieben am Donnerstagmorgen weitgehend stabil, haben jedoch im vergangenen Jahr etwa 23 % zugelegt. Diese Entwicklungen im Bereich Quantencomputing könnten langfristig erhebliche Auswirkungen auf den Markt haben, insbesondere wenn es um die Reduzierung von Kosten und die Verbesserung der Effizienz in der Cloud-Computing-Branche geht.
Die Konkurrenz zwischen Amazon und Microsoft im Bereich Quantencomputing zeigt, wie wichtig diese Technologie für die Zukunft der Informationstechnologie ist. Beide Unternehmen investieren erheblich in Forschung und Entwicklung, um die Grenzen des Möglichen zu erweitern und die nächste Generation von Computern zu gestalten.
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