DARMSTADT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Nach über einem Jahrzehnt bahnbrechender Forschung wird das Weltraumteleskop Gaia der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) am Donnerstag endgültig deaktiviert.
Das Weltraumteleskop Gaia der ESA hat in den letzten zehn Jahren eine beispiellose Menge an Daten über Milliarden von Sternen gesammelt. Diese Daten haben das Verständnis unserer Milchstraße revolutioniert und werden noch viele Jahre lang ausgewertet. Am Donnerstag wird Gaia jedoch endgültig abgeschaltet, nachdem es seine letzten Befehle aus dem ESA-Satellitenkontrollzentrum in Darmstadt erhalten hat.
Gaia hat mit seiner präzisen Gigapixelkamera den Sternenhimmel kontinuierlich abgelichtet und dabei die genaueste Karte der Milchstraße erstellt, die jemals existierte. Ursprünglich war die Mission darauf ausgelegt, eine Milliarde Sterne zu beobachten, doch inzwischen sind es zweieinhalb Milliarden. Diese Daten haben nicht nur unser Wissen über die Struktur unserer Galaxie erweitert, sondern auch Hinweise auf eine Kollision mit einer Zwerggalaxie vor 5,7 Milliarden Jahren geliefert, die möglicherweise zur Entstehung unseres Sonnensystems führte.
Vor der Mission von Gaia ging man davon aus, dass die Milchstraße eine glatte und flache Struktur hat. Dank der Daten von Gaia wissen wir nun, dass sie an den Rändern verbogen ist und sich alle Teile ständig bewegen. Zudem hat das Teleskop in unserer kosmischen Nachbarschaft viel mehr Schwarze Löcher entdeckt, als zuvor angenommen wurde. Diese Entdeckungen haben das Potenzial, unser Verständnis des Universums grundlegend zu verändern.
Gaia wurde Ende 2013 gestartet und galt nach der Aufnahme der wissenschaftlichen Arbeit ein halbes Jahr später als eines der wichtigsten Teleskope im Weltraum. Die präzisen Messdaten ermöglichten dank der Parallaxenmessung eine immer genauere Ermittlung der Position von Milliarden Sternen. Diese Daten sind die Grundlage für zahlreiche weitere Forschungen und Entdeckungen.
Da der Treibstoff von Gaia nun zur Neige geht, wurde entschieden, die Mission zu beenden. Der verbleibende Treibstoff wird für Tests genutzt, die beim Design eines Nachfolgers helfen könnten. Danach wird die Raumsonde ihren Standort am Lagrangepunkt L2 verlassen und in einen finalen heliozentrischen Orbit eintreten, wo sie deaktiviert wird.
Die ESA hat den Ruhestand von Gaia als “wohlverdient” bezeichnet. Die gesammelten Daten werden jedoch weiterhin ausgewertet, und es sind weitere Veröffentlichungen für 2026 und 2030 geplant. Diese Daten könnten noch viele weitere Entdeckungen ermöglichen, darunter die Identifizierung neuer Exoplaneten und bisher unbekannter Himmelskörper.
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