KALIFORNIEN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Nachricht, dass 23andMe Insolvenz angemeldet hat, hat viele Kunden verunsichert, die sich fragen, was mit ihren sensiblen genetischen Daten geschehen wird.
Die kalifornische Biotech-Firma 23andMe, bekannt für ihre DNA-Testkits, hat kürzlich Insolvenz angemeldet. Diese Entwicklung wirft Fragen über die Zukunft der genetischen Daten von über 15 Millionen Nutzern auf. Das Unternehmen, das einst mit einem Wert von 6 Milliarden US-Dollar gehandelt wurde, kämpft seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass viele Kunden nach einem einmaligen Test keine weiteren Dienstleistungen in Anspruch nahmen.
Die Insolvenz kommt zudem nur zwei Jahre nach einem massiven Datenleck, das 6,9 Millionen Kundenkonten betraf. Dies hat die Bedenken über den Schutz der sensiblen Informationen weiter verstärkt. In der offiziellen Mitteilung zur Insolvenz betonte 23andMe, dass der Datenschutz bei einem möglichen Verkauf des Unternehmens eine wichtige Rolle spielen werde. Dennoch gibt es auf Bundesebene in den USA nur wenige Gesetze, die den Schutz genetischer Daten bei privaten Unternehmen regeln.
Der Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) gilt nicht für Unternehmen wie 23andMe, die direkt an Verbraucher verkaufen. Auch das Genetic Information Nondiscrimination Act schützt lediglich vor Diskriminierung durch Arbeitgeber und Versicherungen. Einige US-Bundesstaaten haben jedoch eigene Gesetze erlassen, die den Umgang mit genetischen Daten regeln. Diese erlauben es Verbrauchern, die Löschung ihrer Daten zu verlangen und erfordern von Strafverfolgungsbehörden, einen Durchsuchungsbefehl zur Einsichtnahme zu erhalten.
23andMe hat bereits erklärt, dass sie anonymisierte Daten mit Forschungseinrichtungen teilen, wobei persönliche Informationen entfernt werden. Dennoch bleibt die Sorge, was ein neuer Eigentümer mit den Daten machen könnte. Experten raten Nutzern, ihre Daten zu löschen und die Vernichtung ihrer Speichelproben zu verlangen, um ihre Privatsphäre zu schützen.
Die Insolvenz von 23andMe könnte ein Präzedenzfall für den Umgang mit großen Mengen sensibler Daten in der Biotech-Branche werden. Es zeigt die Notwendigkeit auf, stärkere Datenschutzgesetze zu erlassen, um Verbraucher zu schützen. Während die Zukunft von 23andMe ungewiss ist, bleibt die Frage, wie die Branche insgesamt mit den Herausforderungen des Datenschutzes umgehen wird.
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