NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Ankündigung von 23andMe, Insolvenz anzumelden, um einen Verkauf zu erleichtern, hat bei den 15 Millionen Kunden des Unternehmens Besorgnis über den Verbleib ihrer genetischen Daten ausgelöst.
Die Nachricht, dass 23andMe Insolvenz angemeldet hat, um einen Verkauf zu ermöglichen, hat in der Branche für Aufsehen gesorgt. Das Unternehmen, bekannt für seine DNA-Testkits für den Heimgebrauch, steht vor einer ungewissen Zukunft, während sich Kunden und Datenschützer fragen, was mit den gesammelten genetischen Daten geschehen wird. Trotz der Zusicherung von 23andMe, dass die Insolvenz keine Auswirkungen auf den Umgang mit Nutzerdaten haben wird, bleibt die Unsicherheit groß.
Genetische Daten sind von unschätzbarem Wert, da sie einzigartige und dauerhafte Informationen über eine Person und ihre Nachkommen liefern können. Diese Daten sind nicht nur für medizinische Forschung und die Entwicklung personalisierter Medizin von Interesse, sondern auch für Unternehmen, die ihre Produkte und Werbung personalisieren möchten. Laut Experten könnten genetische Informationen sogar mehr über die Vorlieben einer Person aussagen als ihr Einkaufsverhalten.
Die potenziellen Käufer von 23andMe könnten vor allem an der Nutzung der Daten für medizinische Forschung interessiert sein. Die Kombination genetischer Informationen mit klinischen Daten könnte zu genaueren Diagnosen führen und die Entwicklung neuer Therapien unterstützen. Dies könnte die Art und Weise, wie Krankheiten diagnostiziert und behandelt werden, grundlegend verändern.
Allerdings gibt es auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Während das Gesetz zur genetischen Nichtdiskriminierung den Missbrauch genetischer Informationen im Gesundheitswesen und bei der Beschäftigung einschränkt, fehlen ähnliche Regelungen in anderen Bereichen wie der Invaliditätsversicherung. Auch die Nutzung genetischer Daten durch Strafverfolgungsbehörden wirft Fragen zum Schutz der Privatsphäre auf.
Der Verkauf von 23andMe wäre nicht der erste seiner Art. Bereits 2020 wurde Ancestry.com von einer Private-Equity-Firma übernommen. Da genetische Daten kein Verfallsdatum haben, könnten sie auch in Zukunft genutzt werden, selbst wenn sie derzeit nicht verwendet werden. Dies wirft die Frage auf, wie solche Daten in der Werbung eingesetzt werden könnten, um Verbraucher gezielt anzusprechen.
Die Diskussion um den Verkauf von 23andMe zeigt, wie wichtig es ist, klare Regelungen zum Schutz genetischer Daten zu schaffen. Während die Möglichkeiten, die sich aus der Nutzung solcher Daten ergeben, enorm sind, müssen auch die Risiken berücksichtigt werden, um den Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten.
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