SAN FRANCISCO / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Nachricht von der Insolvenz des Genetikunternehmens 23andMe hat bei vielen Nutzern Besorgnis über die Sicherheit ihrer DNA-Daten ausgelöst. Während das Unternehmen versichert, dass die Daten weiterhin sicher verwaltet werden, raten Experten zur Vorsicht.
Die Insolvenz von 23andMe, einem führenden Anbieter von genetischen Tests, hat eine Debatte über die Sicherheit und den Schutz von DNA-Daten entfacht. Das Unternehmen hat kürzlich Insolvenz nach Chapter 11 angemeldet, was bedeutet, dass es seine Vermögenswerte im Rahmen eines gerichtlich genehmigten Restrukturierungsplans verkaufen möchte. Anne Wojcicki, Mitbegründerin und bisherige CEO, trat zurück, um als unabhängige Bieterin für das Unternehmen aufzutreten.
23andMe betont, dass die Insolvenz keinen Einfluss auf die Art und Weise hat, wie Kundendaten gespeichert und geschützt werden. Dennoch warnen Datenschutzexperten davor, dass die Daten im Zuge eines Verkaufs an neue Eigentümer gelangen könnten, die möglicherweise andere Interessen verfolgen. Besonders besorgniserregend ist die Möglichkeit, dass Hacker die Unsicherheiten der Insolvenz ausnutzen könnten, um auf die sensiblen Informationen zuzugreifen.
Genetische Daten sind besonders wertvoll, da sie einen einzigartigen biologischen Fingerabdruck darstellen. Anders als bei kompromittierten E-Mail-Adressen, die leicht ersetzt werden können, ist die genetische Information unveränderlich. Dies macht sie zu einem attraktiven Ziel für Cyberkriminelle und potenzielle Käufer, die in der Lage sein könnten, diese Daten für gezielte Werbung oder andere Zwecke zu nutzen.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Schutz solcher Daten sind in den USA uneinheitlich. Während einige Bundesstaaten spezifische Datenschutzgesetze haben, fehlt es auf Bundesebene an umfassenden Regelungen. Dies erhöht das Risiko, dass genetische Daten in falsche Hände geraten könnten, insbesondere in Zeiten finanzieller Instabilität eines Unternehmens.
23andMe hat in der Vergangenheit betont, dass es keine Informationen ohne Zustimmung der Nutzer an Krankenversicherungen, Arbeitgeber oder öffentliche Datenbanken weitergibt. Dennoch bleibt die Sorge, dass die Daten für andere Zwecke genutzt werden könnten, bestehen. Experten weisen darauf hin, dass selbst anonymisierte Daten durch geschickte Analyse wieder identifizierbar gemacht werden können.
Für Nutzer, die ihre Daten bei 23andMe löschen möchten, gibt es klare Anweisungen. Durch das Einloggen in das Konto und das Navigieren zu den Datenschutzeinstellungen können Nutzer ihre Daten dauerhaft löschen lassen. Auch gespeicherte Speichelproben können auf Wunsch vernichtet werden.
Die Insolvenz von 23andMe ist ein Weckruf für die gesamte Branche, die sich mit der Frage auseinandersetzen muss, wie genetische Daten in Zukunft sicher verwaltet werden können. Die Entwicklungen bei 23andMe könnten weitreichende Auswirkungen auf den Markt für genetische Tests haben und die Diskussion über Datenschutz und Datensicherheit weiter anheizen.
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