SAN FRANCISCO / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Nachricht von der Insolvenz des bekannten DNA-Testunternehmens 23andMe hat viele Nutzer verunsichert, insbesondere hinsichtlich der Sicherheit ihrer genetischen Daten.

Die Insolvenz von 23andMe, einem der bekanntesten Anbieter von DNA-Selbsttests, wirft Fragen zur Zukunft der gespeicherten genetischen Daten auf. Das Unternehmen, das 2006 von Anne Wojcicki mitbegründet wurde, sieht sich nach einem Käufer um, nachdem die Verkaufszahlen vier Jahre nach dem Börsengang rückläufig sind. Die Entscheidung zur Insolvenz folgt auf eine Reihe von Herausforderungen, darunter ein bedeutender Datenverstoß im Jahr 2023, der 6,9 Millionen Nutzer betraf.

Im Jahr 2024 einigte sich 23andMe auf eine finanzielle Entschädigung für den Datenverstoß und kündigte zudem an, etwa 40 % seiner Belegschaft abzubauen. Die Aktien des Unternehmens fielen kürzlich unter einen Dollar, was die Gefahr einer Delistung von der NASDAQ mit sich bringt. Diese Entwicklungen markieren einen dramatischen Rückgang für ein Unternehmen, das einst als führend im Bereich der DNA-Selbsttests galt.

Für Nutzer, die sich Sorgen um ihre Daten machen, gibt es Möglichkeiten, ihre Informationen zu sichern. Es wird empfohlen, die eigenen Daten herunterzuladen und das Konto zu löschen. Zudem kann man das Unternehmen bitten, das DNA-Material zu vernichten, um eine zukünftige Nutzung in der Forschung zu verhindern. Allerdings können bereits durchgeführte Forschungen nicht rückgängig gemacht werden.

In einer Mitteilung an seine Kunden betonte 23andMe, dass sich derzeit nichts an der Art und Weise ändert, wie Kundendaten gespeichert, verwaltet oder geschützt werden. Das Unternehmen bleibt weiterhin im Geschäft und verkauft DNA-Kits. Dennoch rät Arthur Caplan, Leiter der Abteilung für medizinische Ethik an der NYU, den Nutzern, ihre Daten zu sichern und zu entfernen, da die zukünftige Nutzung der Daten unvorhersehbar ist.

Caplan kritisiert seit Jahren das Geschäftsmodell von 23andMe und sieht die Insolvenz als Bestätigung seiner Bedenken. Er argumentiert, dass das Unternehmen mehr an der Sammlung von Daten interessiert war als an der Bereitstellung zuverlässiger Ahneninformationen. Mit einem möglichen Verkauf des Unternehmens besteht keine rechtliche Verpflichtung, die Privatsphäre der Kunden unter einem neuen Eigentümer zu gewährleisten.

Die Sensibilität genetischer Daten birgt Risiken, die viele Nutzer möglicherweise nicht bedacht haben. Diese Daten könnten für gezielte Werbung genutzt werden oder sogar Einfluss auf Versicherungsansprüche haben. Die Insolvenz von 23andMe wirft somit nicht nur Fragen zur Zukunft des Unternehmens auf, sondern auch zur Sicherheit und Privatsphäre der genetischen Daten seiner Nutzer.


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23andMe: Insolvenz und die Zukunft Ihrer DNA-Daten
23andMe: Insolvenz und die Zukunft Ihrer DNA-Daten (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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