WIEN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie der Universität Wien zeigt, dass Babys bereits im Alter von drei Monaten in der Lage sind, ihren eigenen Herzschlag wahrzunehmen. Diese frühe Körperwahrnehmung spielt eine entscheidende Rolle in der emotionalen Entwicklung und der Interaktion mit Bezugspersonen.
Die Fähigkeit von Babys, ihren eigenen Herzschlag zu spüren, wurde bisher unterschätzt. Eine aktuelle Untersuchung der Universität Wien hat nun gezeigt, dass bereits dreimonatige Säuglinge in der Lage sind, ihren Herzschlag zu erkennen. Diese Entdeckung könnte weitreichende Auswirkungen auf unser Verständnis der frühkindlichen Entwicklung haben.
Die Forscher nutzten innovative Methoden wie Eye-Tracking, um die Aufmerksamkeit der Babys auf Animationen zu messen, die synchron mit ihrem Herzschlag oder ihrer Atmung abliefen. Die Ergebnisse zeigten, dass Babys länger auf synchronisierte Figuren blickten, was darauf hindeutet, dass sie die Übereinstimmung zwischen den Animationen und ihren eigenen Körperrhythmen erkennen konnten.
Diese frühe Körperwahrnehmung ist eng mit der emotionalen Entwicklung und der Identitätsbildung verbunden. Sie bildet die Grundlage für die Interaktion mit Bezugspersonen, da Babys auf deren Reaktionen auf Zeichen von Hunger oder Unbehagen angewiesen sind. Die Fähigkeit, den eigenen Herzschlag wahrzunehmen, bleibt während der ersten zwei Lebensjahre relativ stabil, während sich das Bewusstsein für die Atmung im zweiten Lebensjahr deutlich verbessert.
Interessanterweise scheint die Wahrnehmung des Herzschlags und der Atmung nicht miteinander verbunden zu sein, ähnlich wie bei Erwachsenen. Die Studie hebt hervor, dass die Wahrnehmung interner Körpersignale eine wichtige Rolle in der emotionalen Bewusstseinsbildung und der psychischen Gesundheit spielt.
Die Erkenntnisse dieser Forschung eröffnen neue Perspektiven für die Entwicklungspsychologie. Es ist von Bedeutung, zu erforschen, wie die frühe Körperwahrnehmung mit der Entwicklung emotionaler und sozialer Fähigkeiten zusammenhängt und welche Rolle Eltern dabei spielen. Langfristig könnte diese Forschung dazu beitragen, ein gesundes Körperbewusstsein zu fördern und somit die psychische Gesundheit von Kindern zu unterstützen.
Die Studie wurde von einem Team der Universität Wien in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam und der Royal Holloway University of London durchgeführt und in der renommierten Zeitschrift eLife veröffentlicht. Diese Forschungsergebnisse könnten die Grundlage für zukünftige Studien zur Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung von Kindern bilden.
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