WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Entscheidungen der US-Regierung unter Donald Trump werfen erneut Fragen zur Einflussnahme der Ölindustrie auf die Politik auf. Während die neuen Zölle auf zahlreiche Importgüter die globalen Märkte erschüttern, bleibt die Energiebranche weitgehend verschont.
Die von Präsident Donald Trump angekündigten Zölle haben weltweit für Aufsehen gesorgt. Mit einem universellen Zollsatz von 10% auf viele Importgüter, der für einige große Volkswirtschaften sogar noch höher ausfällt, drohen erhebliche Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Doch bemerkenswerterweise bleibt die Energiebranche von diesen Maßnahmen weitgehend unberührt. Produkte wie Flüssigerdgas, Rohöl aus Kanada und petrochemische Materialien sind von den Zöllen ausgenommen.
Diese Ausnahme wird von der Ölindustrie als Erfolg gefeiert. Mike Sommers, Vorsitzender der American Petroleum Institute, betonte in einem Social-Media-Post die Bedeutung dieser Entscheidung für die komplexen globalen Energiemärkte und die Rolle der USA als Nettoenergieexporteur. Die Entscheidung Trumps wird als Zeichen seiner Loyalität gegenüber den großen Ölspendern gewertet, die seine Wiederwahlkampagne mit 96 Millionen Dollar unterstützt haben.
Die Entscheidung, die Energiebranche von den Zöllen auszunehmen, kam nach einem Treffen von Trump mit führenden Ölmanagern im Weißen Haus. Obwohl unklar war, ob Trump ernsthaft eine solche Ausnahme in Betracht zog oder nur scherzte, wurde die Maßnahme letztlich umgesetzt. Diese Entscheidung wird als politischer Schachzug gesehen, um die Unterstützung der Ölindustrie zu sichern, die sich über die möglichen negativen Auswirkungen der Zölle auf ihre Branche besorgt zeigte.
Während die Öl- und Gasindustrie von den Zöllen weitgehend verschont bleibt, könnten andere Sektoren mit steigenden Kosten konfrontiert werden. Insbesondere die Zölle auf Stahl und Aluminium könnten die Baukosten für fossile Brennstoffinfrastrukturen erhöhen. Zudem haben die Ankündigungen bereits zu einem Einbruch der Rohstoffmärkte geführt, wobei die Ölpreise aufgrund der erwarteten geringeren Nachfrage gesunken sind.
Experten warnen vor den langfristigen Auswirkungen dieser Zölle auf die globale Wirtschaft. Claudio Galimberti, ein Ökonom bei Rystad Energy, betonte die potenziell schweren Konsequenzen, die diese Maßnahmen nach sich ziehen könnten. Trotz Trumps Versprechen, die Inflation zu bekämpfen und die Kosten für die Verbraucher zu senken, könnten die neuen Zölle genau das Gegenteil bewirken und die Preise für zahlreiche Produkte in die Höhe treiben.
Die Entscheidung, die Ölindustrie zu bevorzugen, während andere Sektoren unter den Zöllen leiden, hat zu Kritik von Umweltgruppen geführt. Sie werfen Trump vor, seine Versprechen zu brechen und die Interessen der Öl-Milliardäre über die der amerikanischen Bevölkerung zu stellen. Die Debatte über die Einflussnahme der Industrie auf die Politik wird durch diese jüngsten Entwicklungen weiter angeheizt.
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