NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – PepsiCo steht vor einer entscheidenden Phase im hart umkämpften Cola-Markt. Nach Jahren des Rückgangs der Marktanteile und dem Abrutschen hinter Dr Pepper in den USA, hat der Konzern eine umfassende Neuausrichtung seiner Getränkesparte eingeleitet.
PepsiCo sieht sich im Cola-Geschäft mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Die traditionsreiche Marke Pepsi-Cola hat in den letzten Jahren an Boden verloren und ist in den USA hinter Dr Pepper zurückgefallen. Um diesen Trend umzukehren, hat PepsiCo seine Getränkesparte unter neuer Führung neu ausgerichtet. Seit Februar 2024 leitet Ram Krishnan das US-Getränkegeschäft und verfolgt einen kompromisslosen Ansatz, der tägliche Store-Besuche, strukturierte Regalinspektionen und direkte Gespräche mit Handelspartnern umfasst.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Zwischen 2010 und 2023 sank das Absatzvolumen von Pepsi-Limonaden in den USA um 32 %, während Coca-Cola ein Minus von 14 % verzeichnete. Selbst CEO Ramon Laguarta räumte im Februar ein, dass man enttäuscht sei und es als Versäumnis betrachtet. Um verlorenes Terrain zurückzugewinnen, setzt PepsiCo auf eine Zero-Sugar-Offensive und die Neuauflage des Pepsi Challenge gegen Coca-Cola. Erste Signale aus dem Einzelhandel sind positiv: Das klassische Pepsi in der blauen Dose legte um 5,8 % zu, während die Varianten Wild Cherry und Zero Sugar zweistellig wuchsen.
Ein wesentlicher Kritikpunkt kam lange aus der eigenen Lieferkette. Unabhängige Abfüller, die rund ein Viertel der US-Distribution stemmen, klagten über mangelnde Unterstützung und inkonsistente Prozesse. Der interne Umbau, inklusive einer einheitlichen Vertriebsstruktur und der Zusammenlegung von Food- und Beverage-Logistik, soll Effizienz schaffen und Vertrauen zurückgewinnen.
Gleichzeitig investiert PepsiCo gezielt in wachstumsstarke Segmente. Die Übernahme der Prebiotic-Getränkemarke Poppi für 1,95 Milliarden Dollar zeigt, wie stark der Konzern auf gesundheitsbewusste Konsumenten zielt. Parallel läuft eine großangelegte Werbekampagne mit dem Claim „Every burger deserves Pepsi“. Die Idee dahinter ist, Pepsi als Geschmackspartner zu positionieren – wissenschaftlich untermauert und emotional aufgeladen.
Dass PepsiCo den Rückstand auf Coca-Cola seit Jahren nicht aufholen konnte, liegt auch an strategischen Verschiebungen. Unter der früheren CEO Indra Nooyi wurde die Aufmerksamkeit auf Snacks, Energiegetränke und „Better-for-you“-Produkte verlagert. Heute macht Food rund 58 % des Konzernumsatzes aus. Rivalen wie Coca-Cola profitierten von der klaren Fokussierung auf Getränke.
Ob der Turnaround gelingt, ist offen. Doch mit Krishnan, operativem Fokus und einem erneuerten Markenverständnis kehrt PepsiCo zu seinen Wurzeln zurück – unter dem Druck, das traditionsreiche Cola-Geschäft nicht endgültig zu verlieren.
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