PEKING / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die wirtschaftlichen Spannungen zwischen den USA und China haben sich durch die jüngsten Zollankündigungen von Donald Trump weiter verschärft. China, als Hauptziel dieser Maßnahmen, steht vor der Herausforderung, seine wirtschaftlichen Interessen zu schützen und gleichzeitig auf die geopolitischen Spannungen zu reagieren.
Die jüngsten Zollankündigungen von Donald Trump haben China ins Zentrum der wirtschaftlichen Spannungen zwischen den USA und der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gerückt. Peking sieht sich gezwungen, auf die sogenannten wirtschaftlichen Befreiungsoffensiven der USA zu reagieren, die auf die Handelspraktiken Chinas abzielen. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hat eine neue Kommentarserie gestartet, um die Win-win-Natur der chinesisch-amerikanischen Beziehungen zu betonen und die Sicht der kommunistischen Partei zu verstärken.
Die Handelsbilanz zwischen den USA und China zeigt ein erhebliches Defizit zugunsten Chinas. Im Jahr 2023 exportierten die USA Waren im Wert von 147,8 Milliarden US-Dollar nach China, während Importe im Wert von 427,2 Milliarden US-Dollar aus China erfolgten. Dieses Defizit von 280 Milliarden US-Dollar ist das größte der USA und übertrifft das Defizit mit Mexiko und Vietnam deutlich. Trump macht China für die Erosion der industriellen Basis der USA verantwortlich und beschuldigt das Land, durch unfaire Handelspraktiken die amerikanische Mittelschicht zu schwächen.
Aus chinesischer Sicht sind diese Vorwürfe unbegründet. Beide Volkswirtschaften hätten von der Verlagerung der Produktion nach China profitiert. Während in China Millionen besser bezahlter Arbeitsplätze entstanden sind, profitierten amerikanische Verbraucher von günstigeren Produkten. Dass China technologisch aufholt und zu einem ernstzunehmenden geopolitischen Konkurrenten wird, sei eine natürliche Folge des internationalen Wettbewerbs.
Die Führung in Peking verfolgt einen zweideutigen Kurs. Einerseits gibt es kein Interesse an einem Handelskrieg, da die chinesische Wirtschaft mit Herausforderungen wie hoher Jugendarbeitslosigkeit und einer alternden Bevölkerung konfrontiert ist. Andererseits signalisiert Xi Jinping Stärke und droht mit Maßnahmen wie Exportkontrollen für kritische Materialien, darunter seltene Erden, die für die Herstellung von Halbleitern und Elektrobatterien unerlässlich sind.
China sucht zudem nach internationalen Partnern, um die Auswirkungen der amerikanischen Zölle abzumildern. Treffen mit Japan und Südkorea zur Diskussion eines Freihandelsabkommens sind Teil dieser Strategie. Gleichzeitig versucht Peking, die EU dazu zu bewegen, ihre Strafzölle auf chinesische Elektrofahrzeuge zurückzunehmen, die im vergangenen Jahr eingeführt wurden, um den europäischen Markt zu schützen.
Weitere Maßnahmen umfassen Beschränkungen und regulatorische Hürden für amerikanische Unternehmen in China sowie Gegenzölle auf US-Importe, insbesondere Agrarprodukte und Energieträger. Eine mögliche Abwertung des Yuan könnte ebenfalls Teil der Strategie sein, um das Handelsdefizit zu verringern. Eine Aufwertung der chinesischen Währung könnte das von Trump kritisierte Defizit schlagartig reduzieren.
Im Handelskrieg von 2018 verfolgte Peking eine ähnliche Strategie aus Gegenmaßnahmen, Entgegenkommen und diplomatischen Offerten. Es ist wahrscheinlich, dass China auch diesmal einen ähnlichen Ansatz wählen wird. Wie der Kommentator Zhong Sheng betont, überwiegt trotz des Wettbewerbs zwischen den Industrien beider Länder die Komplementarität.
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