NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Entscheidungen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, höhere Strafzölle auf Importe zu erheben, haben zu einem dramatischen Ausverkauf an der Wall Street geführt. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind weitreichend und betreffen nicht nur die Aktienmärkte, sondern auch die gesamte US-Wirtschaft.
Die Anhebung der Strafzölle durch die US-Regierung hat den Aktienmarkt in Aufruhr versetzt. Der Dow-Jones-Index fiel um 3,0 Prozent auf 40.941 Punkte, während der S&P-500 ein Minus von 3,7 Prozent verzeichnete. Besonders stark betroffen war der Nasdaq-Composite, der um 4,8 Prozent einbrach. Diese Entwicklung ist eine direkte Reaktion auf die Entscheidung, Einfuhren aus anderen Ländern mit zusätzlichen Zöllen von 10 Prozent zu belegen. Für einige Länder wie die EU, Japan und China sind die Zölle sogar noch höher.
Die wirtschaftlichen Folgen dieser Maßnahmen könnten gravierend sein. Carl Weinberg, Chefökonom bei High Frequency Economics, prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt der USA im zweiten Quartal 2025 um 10 Prozent sinken könnte. Dies würde die größte Volkswirtschaft der Welt in eine Rezession stürzen, nachdem bereits im ersten Quartal eine leichte Schrumpfung erwartet wird.
Die höheren Zölle könnten zudem die Inflation anheizen und die Gewinne der Unternehmen schädigen. Eine steigende Inflation könnte die US-Notenbank dazu zwingen, die Zinsen zu erhöhen, was besonders zinssensitive Technologiewerte belastet. Aktien von Unternehmen wie Amazon, Alphabet, Meta und NVIDIA verzeichneten deutliche Verluste. Apple, stark abhängig von asiatischen Zulieferern, fiel um 8,1 Prozent.
Auch der Einzelhandel leidet unter den neuen Zöllen. Der Discounter Dollar Tree, der einen Großteil seiner Waren aus China bezieht, verlor 9,1 Prozent an Wert. Andere Einzelhändler wie Gap, Macy’s, Walmart und Target mussten ebenfalls erhebliche Verluste hinnehmen. Analysten der Citigroup weisen darauf hin, dass die kumulierten Zölle auf Einfuhren aus China für Apple 54 Prozent betragen würden, was die Bruttomarge um etwa 9 Prozent schrumpfen lassen könnte.
In dieser unsicheren Lage suchen Anleger nach sicheren Häfen. Der Goldpreis, der zuvor ein Rekordhoch erreicht hatte, gab leicht nach, während US-Staatsanleihen weiterhin gefragt sind. Die Renditen sanken deutlich, was den Dollar auf breiter Front unter Druck setzte. Der Dollar-Index fiel um 1,9 Prozent, besonders gegenüber dem Yen.
Die Ölpreise brachen ebenfalls ein, da die Nachfrage im Zuge eines potenziellen Handelskriegs zurückgehen könnte. Brent und WTI verzeichneten Rückgänge von bis zu 5,0 Prozent. Die Opec+ hat zudem Fördermengenerhöhungen angekündigt, was den Druck auf die Preise weiter erhöht.
Die aktuellen Konjunkturdaten wurden von den Zollnachrichten in den Hintergrund gedrängt. Dennoch zeigte sich, dass das Handelsbilanzdefizit im Februar stärker als erwartet zurückgegangen ist. Auch die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging zurück, während die Aktivität in der US-Dienstleistungsbranche nachließ.
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