MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Integration von Künstlicher Intelligenz in den Gesundheitssektor verspricht eine Revolution in der Effizienz und Patientenzentrierung von Medizinprodukten. Mit der Einführung des AI Act und seiner Wechselwirkung mit der Medical Device Regulation (MDR) stehen Hersteller vor neuen Herausforderungen und Chancen.
Die Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, den Gesundheitssektor grundlegend zu verändern, indem sie Medizinprodukte effizienter und patientenorientierter gestaltet. Der AI Act, der ab Mitte 2027 in der EU in Kraft tritt, stellt spezifische Anforderungen an KI-basierte Medizinprodukte, insbesondere an solche, die als Hochrisiko-KI-Systeme klassifiziert werden. Diese neuen Regelungen zielen darauf ab, die Sicherheit und Wirksamkeit von KI-Systemen im medizinischen Bereich zu gewährleisten.
KI-basierte Medizinprodukte sind solche, die sowohl die Definition eines KI-Systems gemäß dem AI Act als auch die eines Medizinprodukts gemäß der MDR erfüllen. Diese Produkte können in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden, darunter Diagnostik, Therapie, Chirurgie und Überwachung. Ein Beispiel ist die tumorerkennende Software in der Radiologie, die durch ihre Fähigkeit zur autonomen Datenanalyse eine präzisere Diagnose ermöglicht.
Die Klassifizierung von KI-basierten Medizinprodukten erfolgt zunächst nach der MDR, die Produkte in Risikoklassen von I bis III einteilt. Klasse III stellt die höchste Risikokategorie dar und erfordert eine umfassende Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle. Der AI Act ergänzt diese Klassifizierung, indem er festlegt, dass Hochrisiko-KI-Systeme ebenfalls einer strengen Bewertung unterzogen werden müssen.
Zwischen dem AI Act und der MDR bestehen erhebliche Schnittmengen, die sowohl Synergien als auch Herausforderungen für Hersteller mit sich bringen. Beide Verordnungen verlangen ein wirksames Qualitätsmanagementsystem und eine umfassende technische Dokumentation. Der AI Act betont, dass die Anforderungen für Hochrisiko-KI-Systeme in die bestehenden Prozesse der MDR integriert werden sollten, um Doppelarbeit zu vermeiden.
Für Hersteller von Medizinprodukten bedeutet dies, dass sie sich frühzeitig mit den neuen Anforderungen vertraut machen und ihre Prozesse entsprechend anpassen müssen. Die Nutzung bestehender MDR-Strukturen kann dabei helfen, den Aufwand zu minimieren und die Konformität mit beiden Verordnungen sicherzustellen. Die frühzeitige Implementierung dieser Anforderungen wird entscheidend sein, um im wettbewerbsintensiven Gesundheitsmarkt bestehen zu können.
Insgesamt bietet die Regulierung durch den AI Act und die MDR eine Chance, die Sicherheit und Qualität von KI-basierten Medizinprodukten zu erhöhen. Hersteller, die diese Herausforderung annehmen, können von den Vorteilen einer verbesserten Patientensicherheit und -zufriedenheit profitieren. Die Zukunft des Gesundheitssektors wird maßgeblich von der erfolgreichen Integration von KI-Technologien abhängen.
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