ZÜRICH / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der schweizerische Technologiekonzern ABB hat sich durch seine langjährige Strategie der lokalen Produktion gut auf die Herausforderungen der neuen US-Zölle vorbereitet.
Der schweizerische Technologiekonzern ABB, bekannt für seine innovativen Lösungen in der Energie- und Automatisierungsbranche, hat sich durch seine langjährige Strategie der lokalen Produktion gut auf die Herausforderungen der neuen US-Zölle vorbereitet. Verwaltungsratspräsident Peter Voser erklärte, dass die Industriepolitik weltweit im Wandel sei und sowohl Regierungen als auch Kunden zunehmend lokale Produktion fordern. Dies hat ABB dazu veranlasst, in den USA in zwei Werke in Tennessee und Mississippi zu investieren, um die Produktion vor Ort zu stärken.
Diese Investitionen, die sich auf insgesamt 120 Millionen Dollar belaufen, sind nicht als Reaktion auf die Zollpolitik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump zu verstehen. Vielmehr sind sie Teil einer langfristigen Strategie, die sich an globalen Trends wie dem Klimawandel, der Energieeffizienz und der Automatisierung orientiert. Voser betonte, dass ABBs Strategie nicht von kurzfristigen politischen Zyklen beeinflusst werde, sondern auf nachhaltige Entwicklungen setze.
Die neuen Zölle könnten den Verkauf von importierten Autos in den USA beeinträchtigen, da die Preise steigen könnten. Dies könnte sich auf die Lieferketten in den Herstellerländern auswirken. Für ABB sei dieses Risiko jedoch überschaubar, da das Unternehmen bereits stark auf lokale Produktion setzt. Voser erklärte, dass es nicht einfach sei, die Vielzahl neuer Erlasse der US-Regierung im Auge zu behalten, aber grundlegend habe sich nicht viel geändert.
Die Welt bewege sich weg von einer US-dominierten Ordnung hin zu einer multipolaren Welt. Unternehmen müssten sich nicht für oder gegen bestimmte Wirtschaftsräume entscheiden, sondern vielmehr geografische Gebiete trennen und mit lokaler Technologie arbeiten. Dies sei bereits Teil der ABB-Strategie, insbesondere in Bereichen, die militärisch oder regierungsnah sind, wie etwa bei Drohnen.
Voser betonte, dass Europa angesichts der Entwicklungen in den USA seine Beziehungen zu anderen Regionen, insbesondere Asien und China, stärken müsse. Der Westen müsse akzeptieren, dass andere Länder unterschiedliche Wertesysteme haben. Europa und die Schweiz würden Konzessionen machen müssen, um weiterhin vom globalen Wachstum zu profitieren.
Für die Schweiz sei es entscheidend, ein Abkommen mit der EU zu erreichen, um den Zugang zum größten Absatzmarkt zu sichern. Ohne diesen Zugang könnten viele kleine und mittlere Unternehmen, die nicht so flexibel sind wie ABB, zu den Verlierern gehören. Die Politik müsse verstehen, wie wichtig der Marktzugang für diese Firmen sei.
In Europa sei eine Aufbruchstimmung zu spüren, und die großen Investitionen in Deutschland und Europa könnten die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Europa sei immer eine Exportmaschine und ein Innovationsmotor gewesen, und es sei an der Zeit, wieder auf diese Stärken zu setzen.
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