MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Ein massiver Datenleak bei X, ehemals Twitter, hat die Details von 2,8 Milliarden Nutzern offengelegt. Der Vorfall wird als Insider-Job vermutet, doch das Unternehmen schweigt bislang.

Ein beispielloser Datenleak bei X, dem Unternehmen, das früher als Twitter bekannt war, hat die Profile von 2,8 Milliarden Nutzern offengelegt. Diese Daten sind auf dem berüchtigten Breach Forums aufgetaucht, und die Quelle des Leaks wird als ein unzufriedener Mitarbeiter vermutet, der während einer Entlassungswelle die Daten entwendet haben soll. Sollte sich dies bestätigen, wäre es der größte Datenleak in der Geschichte sozialer Medien. Überraschenderweise scheint weder X noch die breite Öffentlichkeit von diesem Vorfall Kenntnis zu haben. Der Leak umfasst etwa 400 GB an Daten, die während chaotischer Entlassungen bei X exfiltriert wurden. Der Nutzer ThinkingOne, der den Leak auf Breach Forums veröffentlicht hat, behauptet, dass er versucht habe, X auf verschiedenen Wegen zu kontaktieren, jedoch ohne Erfolg. Aus Frustration über die fehlende Anerkennung von X und der Öffentlichkeit entschied sich ThinkingOne, die neu geleakten Daten mit einem weiteren bekannten Leak aus dem Januar 2023 zu kombinieren. Der Datenleak von 2023 betraf etwa 209 Millionen Nutzer und enthielt E-Mail-Adressen, Anzeigenamen, Benutzernamen, Follower-Zahlen und Erstellungsdaten der Konten. X spielte den Leak damals herunter und erklärte, dass es sich um öffentlich zugängliche Daten handele. Sicherheitsexperten warnten jedoch, dass die Kombination von E-Mails und öffentlichen Daten Phishing und Identitätsdiebstahl in großem Umfang ermöglichen könnte. Der Leak von 2025 hingegen enthält keine E-Mail-Adressen, sondern eine Fülle von Profildaten, darunter Erstellungsdaten der Konten, Benutzer-IDs, Bildschirmnamen, Profilbeschreibungen, URLs, Standort- und Zeitzoneneinstellungen, aktuelle und frühere Anzeigenamen, Follower-Zahlen aus verschiedenen Jahren, Tweet-Zahlen und Zeitstempel des letzten Tweets, Freundeszahlen, Listen- und Favoritenzahlen sowie die Quelle des letzten Tweets. Diese Daten bieten einen detaillierten Überblick über die Profile und Aktivitäten der Nutzer im Laufe der Zeit. ThinkingOne, bekannt für seine Fähigkeiten in der Analyse von Datenleaks, entschied sich, den Leak von 2025 mit dem von 2023 zu kombinieren, was zu einer 34 GB großen CSV-Datei mit 201 Millionen zusammengeführten Einträgen führte. Diese Kombination führte zu der Annahme, dass der Leak von 2025 auch E-Mail-Adressen enthielt, was jedoch nicht der Fall ist. Die E-Mails im zusammengeführten Datensatz stammen aus dem Leak von 2023. Die Frage, wie es zu einem Leak von 2,8 Milliarden Nutzern kommen konnte, obwohl X im Januar 2025 nur etwa 335,7 Millionen Nutzer hatte, bleibt offen. Eine mögliche Erklärung ist, dass der Datensatz aggregierte oder historische Daten enthält, wie z.B. Bot-Konten, die erstellt und später gesperrt wurden, inaktive oder gelöschte Konten, die noch in historischen Aufzeichnungen vorhanden sind, oder alte Daten, die mit neueren Daten zusammengeführt wurden. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die geleakten Daten nicht ausschließlich von Twitter selbst stammen, sondern aus mehreren öffentlichen Quellen zusammengetragen wurden, einschließlich archivierter Daten aus älteren Leaks oder Informationen von Drittanbietern, die mit Twitter-Konten verknüpft sind. Die Identität von ThinkingOne und die Frage, wie er an die geleakten Daten von 2025 gelangt ist, bleibt ein Rätsel. Anders als typische Hacker ist ThinkingOne nicht dafür bekannt, Systeme selbst zu hacken, sondern wird für seine Fähigkeiten in der Analyse und Interpretation von geleakten Datensätzen hoch geschätzt. Ob er die Daten von einer anderen Quelle erhalten hat oder eine ausgeklügelte Datenaggregation durchgeführt hat, ist unklar. Die Theorie, dass ein unzufriedener Mitarbeiter die Daten während der Entlassungen geleakt hat, bleibt unbestätigt, und es gibt keine konkreten Beweise, die diese Vermutung stützen. Warum X zu diesem Vorfall schweigt, ist ebenfalls unklar. Wenn die Behauptungen wahr sind, handelt es sich nicht nur um einen massiven Datenleak in Bezug auf die Größe, sondern auch um einen Schlag für die Privatsphäre der Nutzer. Ob es sich um einen Insider-Job handelt oder nicht, die Nutzer bleiben mit mehr Fragen als Antworten zurück: Wie viel ihrer Daten wurde ‘genommen’? Wer steckt hinter dem Leak? Und warum hat X bisher nichts dazu gesagt, obwohl ThinkingOne mehrfach versucht hat, Kontakt aufzunehmen?


☕︎ Unterstützen Sie IT BOLTWISE® mit nur 1,99 Euro pro Monat:

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!

Angebot
EIlik - Ein Desktop-Begleitroboter mit emotionaler Intelligenz, Multi-Roboter-Interaktionen, Desktop-Robotik-Partner
1.958 Bewertungen
EIlik - Ein Desktop-Begleitroboter mit emotionaler Intelligenz, Multi-Roboter-Interaktionen, Desktop-Robotik-Partner
  • NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.

Massiver Datenleak bei X: 2,8 Milliarden Profile betroffen
Massiver Datenleak bei X: 2,8 Milliarden Profile betroffen (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.








Die nächste Stufe der Evolution: Wenn Mensch und Maschine eins werden | Wie Futurist, Tech-Visionär und Google-Chef-Ingenieur Ray Kurzweil die Zukunft der Künstlichen Intelligenz sieht
54 Bewertungen
Die nächste Stufe der Evolution: Wenn Mensch und Maschine eins werden | Wie Futurist, Tech-Visionär und Google-Chef-Ingenieur Ray Kurzweil die Zukunft der Künstlichen Intelligenz sieht
  • Die Zukunft von Mensch und MaschineIm neuen Buch des renommierten Zukunftsforschers und Technologie-Visionärs Ray Kurzweil wird eine faszinierende Vision der kommenden Jahre und Jahrzehnte entworfen – eine Welt, die von KI durchdrungen sein wird
Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
126 Bewertungen
Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
  • Künstliche Intelligenz: Expertenwissen gegen Hysterie Der renommierte Gehirnforscher, Psychiater und Bestseller-Autor Manfred Spitzer ist ein ausgewiesener Experte für neuronale Netze, auf denen KI aufbaut
KI Exzellenz: Erfolgsfaktoren im Management jenseits des Hypes. Zukunftstechnologien verstehen und künstliche Intelligenz erfolgreich in der Arbeitswelt nutzen. (Haufe Fachbuch)
69 Bewertungen
KI Exzellenz: Erfolgsfaktoren im Management jenseits des Hypes. Zukunftstechnologien verstehen und künstliche Intelligenz erfolgreich in der Arbeitswelt nutzen. (Haufe Fachbuch)
  • Obwohl Künstliche Intelligenz (KI) derzeit in aller Munde ist, setzen bislang nur wenige Unternehmen die Technologie wirklich erfolgreich ein
Künstliche Intelligenz und Hirnforschung: Neuronale Netze, Deep Learning und die Zukunft der Kognition
41 Bewertungen
Künstliche Intelligenz und Hirnforschung: Neuronale Netze, Deep Learning und die Zukunft der Kognition
  • Wie funktioniert Künstliche Intelligenz (KI) und gibt es Parallelen zum menschlichen Gehirn? Was sind die Gemeinsamkeiten von natürlicher und künstlicher Intelligenz, und was die Unterschiede? Ist das Gehirn nichts anderes als ein biologischer Computer? Was sind Neuronale Netze und wie kann der Begriff Deep Learning einfach erklärt werden?Seit der kognitiven Revolution Mitte des letzten Jahrhunderts sind KI und Hirnforschung eng miteinander verflochten

Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Massiver Datenleak bei X: 2,8 Milliarden Profile betroffen".
Stichwörter Benutzerdaten Breach Forums Cybersecurity Datenleak Hacker IT-Sicherheit Netzwerksicherheit Privatsphäre Sicherheit Twitter
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Massiver Datenleak bei X: 2,8 Milliarden Profile betroffen" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Massiver Datenleak bei X: 2,8 Milliarden Profile betroffen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Massiver Datenleak bei X: 2,8 Milliarden Profile betroffen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!

    200 Leser gerade online auf IT BOLTWISE®