MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Amazon steht erneut im Fokus der Diskussionen um seine Rückgaberichtlinien. Der Online-Riese testet derzeit neue Gebühren für Rücksendungen, die in Verpackungen erfolgen. Diese Maßnahme wird mit Umweltschutzargumenten begründet, stößt jedoch auf Skepsis und Kritik.
Amazon hat kürzlich begonnen, neue Rücksendegebühren zu testen, die Kunden betreffen, die ihre Waren in Kartons zurücksenden möchten. Diese Gebühren liegen zwischen 1,95 und 2,95 Euro und sollen angeblich dem Umweltschutz dienen. Doch die Argumentation des Unternehmens wird von vielen Seiten angezweifelt. Kunden, die ihre Bestellungen unverpackt in Paketshops oder DHL-Packstationen abgeben, können die Gebühren vermeiden. Diese neue Regelung könnte auch für Prime-Mitglieder gelten, sollte sie nach der Testphase eingeführt werden.
Die Begründung von Amazon, dass die Rücksendungen umweltfreundlicher gestaltet werden sollen, erscheint vielen Beobachtern fragwürdig. Kunden müssen die ursprünglichen Versandkartons entsorgen, während die Waren in den Paketshops in neue Versandtaschen verpackt werden. Zudem könnten zusätzliche Autofahrten zum nächsten Paketshop anfallen, da die Retoure nicht mehr dem Paketboten mitgegeben werden kann. Diese Maßnahmen wirken weder umweltfreundlich noch kundenfreundlich.
Der Test läuft bereits seit Anfang März, doch viele Kunden wurden unvorbereitet getroffen, da sie erst während des Retourenprozesses über die neuen Gebühren informiert wurden. Besonders irreführend ist, dass die Rückgabebedingungen in den Kundenkonten häufig noch nicht aktualisiert wurden. Käufer werden weiterhin darauf hingewiesen, dass ein Ausdrucken von Retourenetiketten und das sichere Verpacken der Artikel notwendig ist.
Ein weiteres Problem der neuen Regelung ist der Datenschutz. Kunden müssen ihre Einkäufe öffentlich im Paketshop vorzeigen, was bei sensiblen oder persönlichen Produkten zu unangenehmen Situationen führen kann. Wer Diskretion wünscht, muss in Zukunft wohl die neuen Gebühren in Kauf nehmen. Auch bei Retouren, die mehrere Artikel enthalten, könnte die Abwicklung komplizierter werden, da Fehler aufgrund verloren gegangener Einzelartikel häufiger auftreten könnten.
Amazon hat sich bisher bedeckt gehalten, welche Kunden von den neuen Gebühren betroffen sind und wie lange der Test dauern soll. Die verfügbaren Rückgabeoptionen unterscheiden sich zudem unter den Nutzern. Bei direkt von Amazon verkauften Produkten stehen zum Teil mehrere kostenlose Unverpackt-Optionen zur Verfügung, während Marketplace-Käufer oft nur eine gebührenfreie Rückgabemöglichkeit haben.
Bereits im Herbst 2023 führte Amazon ähnliche Tests durch, die jedoch nicht zu einer breiten Anwendung der neuen Rücksenderichtlinien führten. Wann und ob es dieses Mal dazu kommt, lässt Amazon nicht durchblicken. Kunden sollten momentan bei Retouren jedoch aufmerksam sein und genau überprüfen, welche Optionen ihnen angezeigt werden und ob ihnen bei einer Retoure in einer Umverpackung zusätzliche Kosten berechnet werden.
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