MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die IT-Sicherheit in Krankenhäusern steht auf dem Prüfstand, nachdem eine aktuelle Studie des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gravierende Schwachstellen in Krankenhausinformationssystemen (KIS) aufgedeckt hat.
Die jüngste Untersuchung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat erhebliche Sicherheitslücken in Krankenhausinformationssystemen (KIS) aufgedeckt. Diese Systeme, die für die Verwaltung sensibler Patientendaten unerlässlich sind, weisen Schwachstellen auf, die von unsicherer Datenübertragung bis hin zu unzureichender Verschlüsselung reichen. Besonders kritisch ist die fehlende Verschlüsselung der Verbindungen zwischen Client und Server, was potenziell unbefugten Zugriff auf sensible Gesundheitsdaten ermöglicht.
Die Studie, die vom Fraunhofer-Institut für sichere Informationstechnologie (SIT) durchgeführt wurde, zeigt, dass viele KIS veraltete Sicherheitsprotokolle verwenden. Beispielsweise wurden Zugangsdaten mit dem veralteten Algorithmus RC4 verschlüsselt, was die Sicherheit der Daten erheblich gefährdet. Auch die verwendeten Hash-Algorithmen für Passwörter entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik, was das Risiko unbefugter Zugriffe erhöht.
Ein weiteres Problem ist die unzureichende Prüfung von Zertifikaten. Obwohl die Transportverschlüsselung TLS eingesetzt wird, bleibt die Kommunikation anfällig für Eingriffe, wenn Zertifikate nicht ordnungsgemäß überprüft werden. Dies könnte es Angreifern ermöglichen, die gesamte Verbindung zu manipulieren und Daten abzufangen oder zu verändern.
Die Forscher betonen, dass die Verfügbarkeit der Systeme oft über der Vertraulichkeit der Daten steht, was die Gesamtsicherheit der Krankenhäuser beeinträchtigt. Ein aktueller Ransomware-Angriff in Rumänien, bei dem 26 Krankenhäuser betroffen waren, verdeutlicht die Dringlichkeit, die IT-Sicherheit in medizinischen Einrichtungen zu verbessern.
Um die Sicherheit zu erhöhen, empfehlen die Experten den Einsatz modernerer und sicherer Austauschformate wie FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources), eine Weiterentwicklung des HL7-Standards. Das BSI hat auf Basis der Studienergebnisse einen Entwurf für Handlungsempfehlungen veröffentlicht, der bis Ende Juni kommentiert werden kann.
Die Hersteller der untersuchten KIS haben bereits begonnen, die identifizierten Schwachstellen zu beheben. Dennoch zeigt die Studie, dass in der Gesundheitsversorgung ein Umdenken erforderlich ist, um die Vertraulichkeit und Integrität der Patientendaten zu gewährleisten.
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