MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngste Entwicklung auf dem Ethereum-Markt hat die Aufmerksamkeit von Investoren und Analysten gleichermaßen auf sich gezogen. Die Prämie für Ethereum-Futures ist auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr gefallen, was einige als potenzielles Kaufsignal interpretieren.
Die Preisentwicklung von Ether hat in den letzten Tagen für Aufsehen gesorgt. Zwischen dem 26. und 28. März fiel der Preis um 9,3 % und testete erstmals seit zwei Wochen die Marke von 1.860 US-Dollar. Diese Korrektur führte zu Liquidationen von gehebelten ETH-Futures im Wert von über 114 Millionen US-Dollar und ließ die Prämie im Vergleich zum regulären Spotmarkt auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr sinken. Einige Händler sehen in der niedrigen ETH-Futures-Prämie ein Signal für einen möglichen Boden, doch ein tieferer Blick in die Daten ist notwendig, um diese Perspektive zu validieren.
Normalerweise handeln die monatlichen Futures von Ether über dem regulären Spotpreis, da Verkäufer eine Entschädigung für die längere Abwicklungsfrist verlangen. Eine jährliche Prämie von 5 % bis 10 % deutet in der Regel auf neutrale Märkte hin, die die Opportunitätskosten und das Risiko der Börsen widerspiegeln. Am 8. März fiel die ETH-Futures-Prämie jedoch unter diese Schwelle, nachdem der Preis in den vorangegangenen zwei Wochen um 24 % korrigiert hatte. Die aktuelle jährliche Prämie von 2 % deutet auf einen Mangel an Nachfrage nach gehebelten Long-Positionen hin, wird jedoch stark von den jüngsten Preisbewegungen beeinflusst.
Ein weiteres Indiz für die Unsicherheit auf dem Markt ist die 25%ige Delta-Skew-Metrik der ETH-Optionen, die derzeit bei 7 % liegt. Diese Metrik deutet auf eine höhere Nachfrage nach Absicherungsstrategien hin, was auf eine pessimistische Markterwartung hindeutet. Aus der Perspektive des Derivatemarktes gibt es wenig Anzeichen dafür, dass die jüngste Preisrückgang von ETH einen Boden erreicht hat. Investoren sind skeptisch, ob die Unterstützung bei 1.800 US-Dollar halten wird.
Einige Analysten führen den Rückgang der Attraktivität von ETH auf die sinkende Aktivität im Ethereum-Netzwerk zurück, während andere die Verschiebung hin zu Layer-2-Skalierbarkeit als Grund für die geringere Bedeutung der Basis-Chain-Gebühren sehen. Angesichts des Bedarfs an Entschädigung für Netzwerk-Validatoren erfordert der Mangel an Kapitalzufluss eine höhere ETH-Ausgabe, was sich negativ auf die Nettorenditen aus dem nativen Staking auswirkt.
Der Wettbewerb für das Ethereum-Netzwerk hat sich verschärft, da neue Blockchains wie BNB Chain und Solana sowie spezialisierte Netzwerke wie Hyperliquid und Berachain auf den Markt drängen. Diese Entwicklungen könnten die Attraktivität von Ethereum weiter beeinträchtigen. Ein Beispiel ist Ethena, ein synthetisches Dollar-Protokoll auf Ethereum, das auf eine eigene Layer-1-Blockchain umzieht. Das Projekt, das derzeit 5,3 Milliarden US-Dollar an Total Value Locked (TVL) hält, hat im Dezember 2024 100 Millionen US-Dollar aufgebracht, um diesen Übergang zu unterstützen.
Dennoch könnte es verfrüht sein, einen weiteren Preisverfall von ETH zu prognostizieren, da ein großes Protokoll-Update in wenigen Wochen bevorsteht. Investoren sollten die praktischen Vorteile des Pectra-Upgrades von Ethereum genau beobachten, insbesondere in Bezug auf die Basislayer-Gebühren und die allgemeine Benutzerfreundlichkeit. Bis dahin bleiben die Chancen, dass ETH den breiteren Altcoin-Markt übertrifft, gering.
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