MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Neue Forschungen der University of Nevada werfen ein Licht auf die komplexen Zusammenhänge zwischen Typ-2-Diabetes und den frühen Stadien der Alzheimer-Krankheit. Die Studie zeigt, dass hohe Blutzuckerwerte das Gehirn in einer Weise umstrukturieren können, die den kognitiven Veränderungen bei Alzheimer ähnelt.
Typ-2-Diabetes, eine weit verbreitete Stoffwechselerkrankung, ist bekannt für seine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und das Insulingleichgewicht. Doch die neuesten Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Krankheit auch tiefgreifende Auswirkungen auf das Gehirn haben kann, insbesondere auf das Belohnungs- und Gedächtnissystem. Forscher der University of Nevada haben herausgefunden, dass der Anterior Cingulate Cortex (ACC), eine für Motivation und emotionale Regulation zuständige Gehirnregion, bei Diabetikern in seiner Funktion beeinträchtigt wird.
Diese Beeinträchtigung des ACC führt zu einer gedämpften Wahrnehmung von Belohnungen und einer gestörten Gedächtnisverarbeitung. Diese Veränderungen ähneln den frühen kognitiven Veränderungen, die bei der Alzheimer-Krankheit beobachtet werden. Besonders bemerkenswert ist die gestörte Verbindung zwischen dem ACC und dem Hippocampus, einem weiteren wichtigen Bereich für das Gedächtnis, der bei Alzheimer-Patienten ebenfalls betroffen ist.
Die Forscher beobachteten in ihren Studien an diabetischen Nagetiermodellen, dass die Antizipation von Belohnungen bei Diabetikern im Vergleich zu gesunden Gehirnen erhöht ist. Nach Erhalt der Belohnung neigen gesunde Gehirne dazu, innezuhalten und den Moment zu genießen, während Diabetiker schnell zur nächsten Belohnung übergehen. Diese Verhaltensmuster könnten auf eine beeinträchtigte Informationsverarbeitung im ACC zurückzuführen sein, die durch hohe Insulinspiegel bei Hyperglykämie verursacht wird.
Die Erkenntnisse der Studie sind von großer Bedeutung, da sie neue Ansätze für frühzeitige Interventionen bei Diabetes und damit verbundenen Stimmungserkrankungen aufzeigen. Angesichts der Tatsache, dass weltweit etwa 10% der Menschen an Diabetes leiden und 90% dieser Fälle Typ-2-Diabetes betreffen, ist die Bedeutung von Lebensstiländerungen und diätetischen Interventionen zur Kontrolle der Krankheit nicht zu unterschätzen.
Darüber hinaus könnte die Projektion vom Hippocampus zum ACC als potenzielles Ziel für die Behandlung von Stimmungserkrankungen dienen, die mit dem ACC in Verbindung stehen. Die Forschung zeigt direkte Beweise für gedämpfte Belohnungsverarbeitung und Verhaltensweisen, die mit Anhedonie, einem häufigen Symptom von Depressionen und Typ-2-Diabetes, übereinstimmen.
Die Forscher planen, ihre Untersuchungen zur Verbindung zwischen neurodegenerativen Erkrankungen und geschwächter ACC-Funktion fortzusetzen. Diese Studien könnten entscheidend dazu beitragen, neue diagnostische oder therapeutische Strategien für Alzheimer und verwandte Erkrankungen zu entwickeln.
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