LONDON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die britische Stahlindustrie steht vor einer entscheidenden Wende, da British Steel die Schließung seiner Hochöfen in Scunthorpe in Erwägung zieht. Dies könnte bis zu 2.700 Arbeitsplätze gefährden und die Zukunft der Stahlproduktion im Vereinigten Königreich grundlegend verändern.
Die britische Stahlindustrie sieht sich mit einer existenziellen Krise konfrontiert, da British Steel die Schließung seiner beiden Hochöfen in Scunthorpe in Betracht zieht. Diese Maßnahme könnte bis zu 2.700 Arbeitsplätze gefährden und die Zukunft der Stahlproduktion im Vereinigten Königreich grundlegend verändern. Die Entscheidung wird durch schwierige Marktbedingungen, die Einführung von Zöllen und gestiegene Umweltkosten beeinflusst.
British Steel hatte auf eine staatliche Finanzspritze von einer Milliarde Pfund gehofft, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, erhielt jedoch nur ein Angebot von 500 Millionen Pfund. Die britische Regierung betonte, dass ihr Angebot großzügig sei und sie weiterhin mit dem Unternehmen und dessen chinesischem Eigentümer Jingye zusammenarbeiten werde, um eine Lösung zu finden.
Gareth Stace, Generaldirektor der Handelsgruppe UK Steel, bezeichnete die Ankündigung von British Steel als einen Wendepunkt für den Sektor und erklärte, dass die Stahlindustrie offiziell in einer Krise stecke. Roy Rickhuss, Generalsekretär der Gewerkschaft Community, nannte es einen dunklen Tag und forderte Jingye und die britische Regierung auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, bevor es zu spät sei.
Die Gewerkschaft GMB bezeichnete die Nachricht als verheerend für die Menschen in Scunthorpe, während Sharon Graham, Generalsekretärin von Unite, die potenziellen Arbeitsplatzverluste als Schande bezeichnete und die Regierung aufforderte, gemeinsam mit der Gewerkschaft einen nachhaltigen Weg nach vorn zu finden.
British Steel, das seit 2020 im Besitz von Jingye ist, hat nach eigenen Angaben mehr als 1,2 Milliarden Pfund in das Unternehmen investiert, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, und behauptet, täglich finanzielle Verluste von rund 700.000 Pfund erlitten zu haben. Zengwei An, CEO von British Steel, erklärte, dass die Konsultationen über die Schließung angesichts der enormen Herausforderungen, denen das Unternehmen gegenübersteht, eine notwendige Entscheidung seien.
Das Unternehmen hat einen Geschäftsplan in Höhe von 2 Milliarden Pfund vorgelegt, der den Übergang zu einer 100-prozentigen Stahlproduktion mit Elektrolichtbogenöfen vorsieht. Diese Umstellung sei ohne staatliche Unterstützung nicht umsetzbar, so der Chief Commercial Officer Allan Bell vor dem Business & Trade Select Committee.
Die britische Regierung hat einen Stahlfonds in Höhe von 2,5 Milliarden Pfund eingerichtet und plant, bald einen Plan für die Stahlindustrie zu veröffentlichen, der eine nachhaltige Zukunft für die Belegschaft, die Industrie und die lokalen Gemeinschaften sichern soll. Wirtschafts- und Handelsminister Jonathan Reynolds betonte, dass es eine vielversprechende Zukunft für die Stahlproduktion im Vereinigten Königreich gebe.
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