NÜRNBERG / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Adidas sieht sich nach einem Urteil des Nürnberger Gerichts mit erhöhter Kritik konfrontiert. Die Deutsche Umwelthilfe hatte das Unternehmen wegen irreführender Klimaversprechen verklagt, die auf Emissionskompensation statt auf tatsächliche Reduktion setzen.
Adidas steht im Mittelpunkt einer Kontroverse, nachdem ein Gericht in Nürnberg entschieden hat, dass das Unternehmen seine Klimaversprechen nicht ausreichend untermauert hat. Die Deutsche Umwelthilfe hatte Adidas verklagt und argumentiert, dass die Zusicherungen des Unternehmens, bis 2050 klimaneutral zu sein, irreführend seien. Das Gericht stellte fest, dass Adidas nicht klar darlegen konnte, wie es seine Klimaneutralität erreichen will, und kritisierte die Abhängigkeit von Kompensationszertifikaten.
Die Kritik an Adidas wirft ein Schlaglicht auf die Praxis des Greenwashings, bei der Unternehmen umweltfreundliche Versprechen machen, ohne substanzielle Maßnahmen zur Emissionsreduktion zu ergreifen. Die Deutsche Umwelthilfe bezeichnete die Strategie von Adidas als eine neue Form des Ablasshandels, bei der das Unternehmen versucht, seine Umweltverantwortung durch den Kauf von Emissionszertifikaten zu umgehen.
Adidas reagierte auf das Urteil mit Gelassenheit und betonte, dass die umstrittenen Aussagen bereits seit August 2024 auf der Webseite geändert worden seien. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass die Reduktionspläne und Ziele trotz des Urteils unverändert bestehen bleiben. Seit 2022 habe das Unternehmen eine Reduktion der absoluten Emissionen, einschließlich der Lieferkette, um 20 Prozent erreicht.
Die Diskussion um die Klimaversprechen von Adidas wirft ein Licht auf die breitere Debatte über die Rolle von Unternehmen im Kampf gegen den Klimawandel. Während einige Unternehmen konkrete Schritte zur Reduzierung ihrer Emissionen unternehmen, setzen andere auf Kompensationsstrategien, die von Umweltschützern als unzureichend kritisiert werden.
Experten warnen, dass der Fokus auf Kompensationszertifikate die Dringlichkeit der tatsächlichen Emissionsreduktion untergraben könnte. Sie argumentieren, dass Unternehmen, die sich ernsthaft für den Klimaschutz einsetzen, ihre Anstrengungen auf die Reduzierung ihrer eigenen Emissionen konzentrieren sollten, anstatt sich auf externe Kompensationen zu verlassen.
Die Entscheidung des Gerichts könnte weitreichende Auswirkungen auf die Art und Weise haben, wie Unternehmen ihre Klimastrategien kommunizieren. Es wird erwartet, dass andere Unternehmen ihre eigenen Versprechen und Strategien überprüfen, um ähnliche rechtliche Herausforderungen zu vermeiden.
In der Zwischenzeit bleibt abzuwarten, wie Adidas auf die Kritik reagieren wird und ob das Unternehmen seine Klimastrategie anpassen wird, um den Anforderungen der Umweltschützer gerecht zu werden. Die Diskussion um die Klimaneutralität von Unternehmen wird sicherlich weitergehen, da der Druck auf Unternehmen wächst, echte und messbare Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel zu erzielen.
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