MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine internationale Gruppe von Astronomen hat mithilfe des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) eine faszinierende Entdeckung im Zentrum unserer Galaxie gemacht. Sie haben eine neue Klasse von langen, schmalen Filamenten entdeckt, die als “Weltraum-Tornados” bezeichnet werden und wichtige Einblicke in die dynamischen Prozesse im zentralen Molekülgebiet (CMZ) der Milchstraße bieten.
Im Herzen der Milchstraße, umgeben von der zentralen molekularen Zone (CMZ), toben gewaltige Kräfte. Diese Region, die den supermassiven Schwarzen Löchern unserer Galaxie nahe liegt, ist bekannt für ihre turbulenten Staub- und Gaswolken. Doch erst durch die jüngsten Beobachtungen mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) konnten Astronomen eine neue Klasse von Filamenten entdecken, die als “Weltraum-Tornados” bezeichnet werden.
Diese Filamente sind lange, schmale Strukturen, die sich durch ihre unerwartete Form und Dynamik auszeichnen. Sie wurden durch die Analyse von Silizium-Monoxid (SiO) und anderen Molekülen identifiziert, die als Marker für Schockwellen dienen. Die Entdeckung dieser Filamente bietet neue Einblicke in die zyklische Bildung und Zerstörung von Materie in der CMZ.
Die CMZ ist eine besonders dynamische Region, die intensiven Gravitationskräften und häufigen Störungen ausgesetzt ist. Die neu entdeckten Filamente bestätigen, dass Schockwellen eine wesentliche Rolle bei der Umverteilung von Material spielen. Diese “Weltraum-Tornados” wirken wie Kanäle für den Gasfluss und erleichtern die Integration oder Entfernung von schockfreigesetzten Molekülen aus der Umgebung.
Die Forscher um Kai Yang von der Shanghai Jiao Tong University haben durch die hohe Empfindlichkeit von ALMA diese Filamente auf einer bisher unerreichten Skala kartiert. Die Ergebnisse zeigen eine beeindruckende Wechselwirkung zwischen schockinduzierter Turbulenz und den neu beobachteten Strukturen. Diese Entdeckung markiert einen bedeutenden Fortschritt im Verständnis der dynamischen Prozesse im galaktischen Zentrum.
Die Entstehung dieser Filamente ist noch nicht vollständig verstanden, doch ihre Präsenz deutet auf einen starken Zusammenhang mit laufenden Schockprozessen hin. Jedes Schockereignis scheint SiO und andere organische Verbindungen freizusetzen, die in das interstellare Medium injiziert werden. Diese Prozesse könnten eine wichtige Rolle im Materiekreislauf der CMZ spielen und möglicherweise die Bildung neuer Sterne oder die Versorgung des supermassiven Schwarzen Lochs beeinflussen.
Mit zukünftigen ALMA-Studien und erweiterten Beobachtungen über die CMZ hinweg hoffen Astronomen, die Herkunft der Filamente weiter zu bestätigen und ihre potenzielle Verteilung in dieser turbulenten galaktischen Region zu kartieren. Diese Bemühungen könnten das Verständnis der Materiezirkulation im Zentrum der Milchstraße erheblich erweitern und neue Einblicke in die Wechselwirkungen zwischen Sternen und Schwarzen Löchern bieten.
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